Die drei wichtigsten Punkte
Diese Botschaften verstecken sich im Obermullah-Statement

Der neue iranische Oberste Führer Modschtaba Chamenei (56) zeigt sich entschlossen: In seiner ersten Botschaft am Donnerstag drohte er Israel und den USA mit Vergeltung. Die drei wichtigsten Lehren aus dem Statement.
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Modschtaba Chamenei schwört Israel und den USA Rache.
Foto: IMAGO/ABACAPRESS

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Modschtaba Chamenei gibt erste Erklärung als neuer Oberster Führer Irans ab
  • Rache an USA und Israel zentral, Eskalation ausdrücklich angekündigt
  • Strasse von Hormus bleibt geschlossen, US-Basen drohen Angriffe
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Marian NadlerRedaktor News

Am Donnerstagnachmittag hat Modschtaba Chamenei (56) eine erste Erklärung in seinem Amt als neuer Oberster Führer des Mullah-Regimes im Iran abgegeben. Direkt wurde klar: Die Botschaft Chameneis markiert keinen Neuanfang, sondern eine Verengung der Islamischen Republik auf ihr härtestes Machtzentrum: den Militär- und Sicherheitsapparat. 

Der neue Oberste Führer spricht nicht wie ein Staatsmann, der Stabilität verspricht, sondern wie ein Akteur im Ausnahmezustand, der Vergeltung ankündigt und weitere Eskalation ausdrücklich offenhält. Eine Analyse in drei Punkten. 

Vergeltungsrhetorik statt Antrittssignal

Modschtaba Chamenei verliert in seiner ersten Botschaft keine Zeit für Politisches oder Religiöses. Er spricht sofort in der Sprache von Vergeltung und Fortsetzung des Kriegs. Ein Satz kondensiert dabei die Logik des neuen Mullah-Herrschers: «Wir werden nicht darauf verzichten, das Blut der Märtyrer zu rächen.»

Rache ist der Kern der Botschaft. Rache an den USA und Israel. Mit Märtyrern sind gefallene Mullah-Kämpfer gemeint.

Dazu kommt die Drohung, der Iran könne neue Fronten eröffnen, «dort, wo der Feind wenig Erfahrung hat und besonders verwundbar ist». Das ist nicht der Ton eines Führers, der Stabilität für sein Land will, sondern der eines Kriegsakteurs, der seine Eskalationsbereitschaft demonstriert.

Inszenierte Entschlossenheit, sichtbare Lücke

Der Inhalt ist maximal hart, entscheidend ist aber, was man sieht. Denn dadurch wird deutlich, wie dezimiert die Mullah-Führung nach den heftigen Luftangriffen ist. Die Erklärung wurde auf dem Staatssender Press TV von einem Sprecher verlesen, gezeigt wurde nur ein altes Bild Chameneis. 

Seit Kriegsbeginn hat die Weltöffentlichkeit Modschtaba Chamenei nicht mehr gesehen. Man will Entschlossenheit demonstrieren, der neue Oberste Führer kann aber nicht im TV auftreten? Das ist Schwäche.

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Verstärkt wird dieser Eindruck durch die Gerüchte um seinen Gesundheitszustand. Der «Guardian» berichtet unter Berufung auf den iranischen Botschafter in Zypern, Modschtaba Chamenei sei bei dem Angriff, der seinen Vater Ali (†86) und weitere Familienmitglieder tötete, verletzt worden. Die Rede ist von Verletzungen an Beinen, Armen und einer Hand.

Englischsprachige Boulevardblätter wie «The Sun» berichteten gar, er liege im Koma. Aber: Bisher ist nicht gesichert, wie schwer er wirklich verletzt wurde. Auf X veröffentlichte der Iran-Herrscher am Donnerstag jedenfalls Dutzende Posts. Ob diese aber wirklich von ihm geschrieben werden?

Militarismus statt Öffnung

Die Strasse von Hormus werde weiter geschlossen bleiben, um Druck auf Irans Gegner auszuüben. Zudem sollen US-Basen in der Region sofort geschlossen werden, sonst würden sie angegriffen. Weiter fordert er die Verbündeten im Jemen und im Irak auf, «die Aufgabe» ebenfalls zu erledigen.

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Nach Verhandlungen oder einer friedlichen Öffnung des Landes, die sich US-Präsident Donald Trump (79) erhofft, tönt das nicht. Stattdessen signalisiert Modschtaba Chamenei: Dieser Krieg wird noch lange dauern.

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