Innert Stunden wieder einsatzbereit
Iran repariert Raketenbunker offenbar in Rekordzeit

Wie US-Geheimdienstberichte zeigen, passt sich der Iran durch eine neue Strategie der Kriegsführung an – in nur Stunden sollen Raketenbunker repariert werden. Den USA ist diese Entwicklung ein Dorn im Auge.
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Iranische Raketenanlagen können offenbar innerhalb von Stunden repariert werden.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Iran repariert Raketenstellungen in Stunden, trotz intensiver US- und Israel-Angriffe
  • Täglich starten 50 bis 100 Drohnen, die Verteidigungssysteme überlasten
  • Raketenangriffe von über 200 auf unter 40 pro Tag gesunken
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Natalie ZumkellerRedaktorin News

Trotz intensiver Luftangriffe der USA und Israels bleiben die Raketenstützpunkte im Iran eine Bedrohung. Laut US-Geheimdienstberichten, aus denen der «Telegraph» zitiert, gelingt es dem Regime, zerstörte Raketenstellungen in nur wenigen Stunden wieder einsatzbereit zu machen. Zudem versteckt der Iran seine Raketen demnach besser, zieht mobile Abschussvorrichtungen schneller zurück und passt sich an die Angriffe an.

Diese Vermutungen werden auch vom Kriegsverlauf gestützt. Das Pentagon meldete in den ersten fünf Wochen des Konflikts über 11'000 angegriffene Ziele. Israel behauptet, bis zum 7. März drei Viertel der iranischen Abschussanlagen zerstört zu haben. Trotzdem schlagen Raketen und Drohnen weiterhin in Israel und den Golfstaaten ein. «Ja, sie werden weiterhin einige Raketen abfeuern, aber wir werden sie abschiessen», sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (45).

Unterirdische Raketenstädte sind USA ein Dorn im Auge

Doch Militärexperten warnen: Je mehr Systeme zerstört werden, desto schwerer wird es, die verbliebenen zu finden. Der Iran setzt dabei auf seine geografischen und technologischen Vorteile. Unterirdische «Raketenstädte» – grossflächige Raketenanlagen unter der Erdoberfläche – und das gebirgige Terrain erschweren präzise Schläge für die USA und Israel. Zudem starten täglich 50 bis 100 Drohnen aus dem Iran, so die «New York Times». Die meisten werden abgefangen, doch die schiere Masse belastet die Verteidigungssysteme massiv.

US-Beamte vermuten, dass der Iran seine Ressourcen gezielt schont – mit der Absicht, einen langen Krieg durchzustehen oder die Region nach Kriegsende weiter zu destabilisieren. Das Weisse Haus sieht den Rückgang der Raketenangriffe – von mehreren Hundert zu Beginn des Krieges auf zuletzt weniger als 40 pro Tag – derweil als Erfolg.

Doch Experten widersprechen. Ihrer Meinung nach deutet dies nicht auf Schwäche hin, sondern auf eine strategische Neuausrichtung des Irans – das Mullah-Regime werde flexibler und bleibe gefährlich.

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