«Inakzeptable Schande»
Easyjet lässt Paralympics-Fussballer nicht ins Flugzeug

Easyjet verweigerte Italiens Powerchair-Nationalteam in Rom den Flug nach Glasgow. Der vermutliche Grund: Zu viele Rollstühle. Das paralympische Komitee spricht von einer «inakzeptablen Schande».
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Easyjet verweigerte Italiens Powerchair-Fussballnationalteam in Rom den Flug nach Glasgow.
Foto: Italienisches Paralympics Komitee

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Easyjet verweigert italienischer Powerchair-Fussballnationalmannschaft am 20. Juli 2026 den Flug
  • Airbus-320-Richtlinien erlauben nur fünf Rollstühle, trotz Spezialgenehmigung von 2025
  • Sechs Athleten betroffen, Regierung und Komitee kritisieren Vorfall als «inakzeptabel»
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Mattia JutzelerRedaktor News

Das italienische paralympische Komitee ist ausser sich. Grund dafür ist ein Streit mit der Fluggesellschaft Easyjet. Die italienische Powerchair-Fussballnationalmannschaft wollte eigentlich am Montag für ein internationales Turnier nach Glasgow in Schottland reisen.

Die Reise endete allerdings bereits am Gate in Rom. Easyjet verweigerte den Sportlern das Betreten des Flugzeugs. Eine offizielle Erklärung fehlt bislang noch. «Sky TG24» berichtet allerdings, dass laut offiziellen Richtlinien auf einem Airbus-320-Flug nur fünf Rollstühle erlaubt seien.

Von dieser Richtlinie hätten die Mitarbeiter am Flughafen nicht abweichen wollen. Das, obwohl die Nationalmannschaft bereits im April 2025 von Easyjet eine Spezialgenehmigung erhalten hatte, um die diversen Rollstühle der sechs Athleten zu transportieren.

«Unvorstellbare Tatsache»

Als «inakzeptable Schande» bezeichnet das italienische paralympische Komitee in einer Mitteilung das Verhalten der Easyjet-Mitarbeitenden. «Wir sprechen hier nicht von einer einfachen Reisepanne oder einer Gepäckverspätung: Sportlern und den Hilfsmitteln, mit denen sie leben und an Wettkämpfen teilnehmen, das Einsteigen zu verweigern, bedeutet, ihnen ihre Selbstständigkeit und Identität abzusprechen», führt der Präsident des Komitees weiter aus.

Auch die italienische Regierung kritisierte Easyjet scharf. Laut «Sky TG24» liess der Vorfall Alessandra Locatelli sprachlos zurück. Sie ist die italienische Ministerin für Menschen mit Behinderung. Sportminister Andrea Abodi sprach derweil von einer «unvorstellbaren und inakzeptablen Tatsache».

Easyjet sieht Fehler ein

Easyjet hat sich bereits für den Vorfall am Flughafen in Rom entschuldigt. Es werde «eine interne Untersuchung eingeleitet, um das Geschehene zu rekonstruieren», so die Fluggesellschaft. Barrierefreiheit habe für Easyjet oberste Priorität.

Der Schweizer Fussballverband SFV beschreibt Powerchair-Fussball auf seiner Webseite als «eine für Menschen im Elektrorollstuhl angepasste Form des Fussballs». Gespielt werde in der Halle in Viererteams mit einem übergrossen Ball und Rollstühlen, die vorne mit einem Stossfänger ausgestattet sind.

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