«Historischer Moment»
Jemens Staatschef ruft zur Mobilmachung gegen Huthis auf

Jemens Staatschef Rashad al-Alimi ruft die Bevölkerung zur nationalen Mobilmachung gegen die Huthi-Miliz auf. Huthi-Kämpfern, die die Gruppe verlassen, bietet er eine sichere Rückkehr und Amnestie an.
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Jemens Staatschef Rashad al-Alimi ruft die Bevölkerung zur nationalen Mobilmachung gegen die Huthi-Miliz auf.
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Darum gehts

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  • Jemens Präsident Rashad Al-Alimi ruft zur Mobilmachung auf
  • Amnestie für Huthi-Deserteure soll Blutvergiessen beenden und Frieden fördern
  • Huthis kontrollieren seit 2015 Sanaa; Grossoffensive eroberte Westküste jüngst
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Der Vorsitzende des Präsidialrats des Jemen, Rashad Mohammed Al-Alimi (72), hat die Bevölkerung seines Landes zu einer landesweiten Mobilisierung und Unterstützung der Streitkräfte und Sicherheitskräfte gegen die Huthi-Miliz aufgerufen.

In einer Rede am Vorabend des Jahrestages der Revolution vom 26. September appellierte er an alle Jemeniten, sich über offizielle Kanäle den Verteidigungskräften des Landes anzuschliessen und alles in ihrer Macht Stehende für die Verteidigung der Republik und der nationalen Institutionen zu tun. Die Rede wurde auch über den Telegram-Kanal der jemenitischen Streitkräfte verbreitet. 

Bittet Verbündete um Unterstützung

In einer weiteren Geste erklärte Al-Alimi, dass alle, die die Huthi-Miliz verlassen und ihren Kampf einstellten, von einer späteren allgemeinen Amnestie profitieren könnten. Dies sei Teil der staatlichen Verantwortung, das Blutvergiessen zu beenden und die Voraussetzungen für einen nachhaltigen Frieden zu schaffen. «Diese historische Gelegenheit bietet die Möglichkeit, das Land zu einer Nation der Sicherheit, Bildung und Arbeit für alle zu machen», sagte Al-Alimi.

Zugleich forderte er die internationale Gemeinschaft, insbesondere die Verbündeten in der Region wie Saudi-Arabien, auf, die jemenitische Regierung und die Streitkräfte im Kampf gegen die Huthi-Milizen zu unterstützen. «Die Wiederherstellung der staatlichen Institutionen ist nicht nur im Interesse Jemens, sondern der gesamten Region und der Welt», erklärte er.

Wiederherstellung der staatlichen Kontrolle als Ziel

Al-Alimi warnte vor den anhaltenden Angriffen der Huthi-Milizen in Regionen wie Taiz, Marib und Al-Hudaida. «Ihr Ziel ist es, unser Land und unsere Küsten zu einer dauerhaften Bedrohung für die Sicherheit der Region zu machen», so der Präsident. Dabei betonte er, dass Zugeständnisse an die Milizen lediglich zu neuer Gewalt und weiteren Konflikten führen würden. 

«Die grossen nationalen Kämpfe werden nicht an einem einzelnen Tag gewonnen», sagte er abschliessend. «Unser Ziel bleibt klar: die Wiederherstellung der staatlichen Kontrolle über das gesamte Staatsgebiet bis hin zur Hauptstadt Sanaa.»

Im September 2014 nahmen die Huthi-Rebellen die Hauptstadt Sanaa ein. Im Februar 2015 übernahm die Miliz schliesslich offiziell die Kontrolle und löste das Parlament auf. Es folgte ein bislang anhaltender Bürgerkrieg. Zuletzt war die Situation durch eine Blitzoffensive der Huthis eskaliert. Innert kurzer Zeit nahm die Miliz grosse Gebiete an der Westküste des Jemens ein – darunter die wichtige Meerenge Bab al-Mandab. 

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