Darum gehts
- Die US-Armee plant mögliche Einsätze nahe Kuba, berichtet CBS News
- Sechs spezialisierte Einheiten, darunter Logistik und Militärpolizei, in Planung
- Einsatz für 90 bis 120 Tage, aber keine Befehle erteilt
Die US-Armee bereitet offenbar mögliche Einsätze rund um Kuba vor. Dies berichtete der Nachrichtensender CBS News am Freitag. Der Sender gab an, eine interne Mitteilung der Armee eingesehen und auch mit mehreren US-Regierungsvertretern gesprochen zu haben, die mit den Planungen vertraut sind.
Wie CBS News am Freitag exklusiv berichtete, prüft die Reserve der Armee, ob sie dem US-Südkommando Sanitäts-, Logistik- und Militärpolizeieinheiten für einen Zeitraum von 90 bis 120 Tagen bereitstellen kann.
Mehrere Teams Teil der Operation
Obwohl in der erwähnten Mitteilung der Name Kuba nicht explizit genannt wird, erklärten anonyme US-Beamte, die Anfrage sei Teil der militärischen Vorbereitungen der USA für die Insel. Das US-Südkommando ist für Militäroperationen in Mittel- und Südamerika sowie in der Karibik verantwortlich.
Laut CBS News geht es konkret um sechs Arten von Unterstützungseinheiten, darunter spezialisierte Teams für Logistik, Transport, Wartung, Treibstoff und Nachschub. Auch ein Pionierbataillon, eine Sanitätsbrigade sowie Teams für Notfalloperationen und die Versorgung Verwundeter werden in Betracht gezogen.
Kuba werde «fallen»
Zusätzlich soll eine Militärpolizei-Brigade bereitgestellt werden, die für Aufgaben wie Überwachung und Festnahmen zuständig ist. Bislang gibt es jedoch keine Hinweise darauf, dass ein Einsatz bereits angeordnet wurde. Das interne Dokument lässt auch offen, wohin die Kräfte geschickt werden könnten oder welche Mission sie ausführen sollten.
Seit Monaten wachsen die Spannungen und Drohungen von US-Präsident Donald Trump (80) in Richtung Kuba weiter an. Erst diese Woche bezeichnete Trump das Land als «gescheiterten Staat». Er sagte ebenfalls, dass Kuba «fallen» werde.
Auch US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (46) sagte bei einem Besuch auf dem US-Stützpunkt Guantánamo Bay auf Kuba, dass die Zukunft Kubas in den Händen von US-Präsident Donald Trump liege. «Komme, was da wolle – das Kriegsministerium wird auf jede mögliche Eventualität vorbereitet und eingestellt sein», sagte er.