US-Geheimdienste warnen
Kuba könnte USA mit 300 Angriffsdrohnen attackieren

Die USA warnen: Kuba hat über 300 Militärdrohnen aus Russland und dem Iran gekauft. Laut US-Geheimdiensten könnten diese gegen US-Stützpunkte und amerikanische Schiffe eingesetzt werden.
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Die USA beobachten offenbar die Bewegungen in Kuba ganz genau.
Foto: imago/UPI Photo
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Janine EnderliRedaktorin News

Die Beziehungen zwischen den USA und Kuba sind seit Jahrzehnten von Misstrauen, geopolitischen Spannungen und wirtschaftlicher Isolation Kubas geprägt. In den vergangenen Wochen verschärfte sich auch der aussenpolitische Ton massiv – nicht zuletzt durch Aussagen von US-Präsident Donald Trump (79), der mit provokativen Äusserungen über eine mögliche «Einnahme» Kubas international für Aufsehen sorgte. 

Vor diesem Hintergrund gewinnen neue Geheimdienstinformationen an Brisanz: Kuba soll mehr als 300 Militärdrohnen erworben haben und laut einem Bericht von «Axios» bereits Szenarien diskutieren, in denen diese gegen den US-Marinestützpunkt Guantánamo Bay, gegen amerikanische Kriegsschiffe sowie möglicherweise gegen Key West in Florida eingesetzt werden könnten.

«Es ist besorgniserregend»

Die neuen Geheimdienstinformationen gelten in Washington als besonders brisant, weil sie nach Einschätzung der Trump-Regierung ein mögliches sicherheitspolitisches Szenario schaffen könnten, das als Rechtfertigung für ein militärisches Eingreifen der USA dienen würde, schreibt das US-Magazin. 

Ein hochrangiger US-Beamter warnt gegenüber «Axios», dass die Kombination aus fortschrittlicher Waffentechnologie und der Nähe Kubas zum amerikanischen Festland ein erhebliches Risiko für die USA darstelle. «Wenn wir bedenken, dass solche Technologien so nah sind und eine Reihe von böswilligen Akteuren – von Terrorgruppen über Drogenkartelle bis hin zu Iranern und Russen – im Spiel sind, ist das besorgniserregend.»

Weitere Sanktionen gegen den Inselstaat könnten diese Woche angekündigt werden, schreibt «Axios». 

Die kubanische Regierung war am Samstag gegenüber dem Magazin für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Geschäfte mit Russland und dem Iran

Das Land hat seit 2023 Angriffsdrohnen mit «unterschiedlichen Fähigkeiten» aus Russland und dem Iran erworben und diese an strategischen Orten auf der ganzen Insel versteckt, behaupten amerikanische Geheimdienste. 

US-Beamte schätzen, dass bis zu 5000 kubanische Soldaten für Russland in dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine gekämpft und die eigene Militärführung über den effizienten Einsatz von Drohnenkriegsführung aufgeklärt haben. «Sie sind Teil von Putins Fleischwolf. Sie lernen iranische Taktiken kennen. Darauf müssen wir uns einstellen», sagte der hochrangige Beamte gegenüber «Axios».

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