Millionen demonstrieren gegen Donald Trump
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«No Kings»-Proteste:Millionen demonstrieren gegen Donald Trump

Gegen Iran-Krieg, ICE-Einsätze und Trumps Ballsaal
Landesweite «No Kings»-Demonstrationen in den USA

Die politische Lage in den USA wird zunehmend angespannter. Im Rahmen erneuter Proteste gegen die Regierung von Donald Trump gingen neun Millionen Menschen auf die Strasse – mit einer klaren Botschaft.
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Neun Millionen Menschen protestierten am Samstag in den USA.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Neun Millionen Menschen protestierten landesweit in den USA gegen Donald Trump
  • Besonders grosse Proteste in Minnesota wegen Einsätzen gegen Migranten 2025
  • Rund 3000 Kundgebungen mit schätzungsweise neun Millionen Teilnehmenden organisiert
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Natalie ZumkellerRedaktorin News

In den USA sind Millionen Menschen gegen die Regierung von Präsident Donald Trump (79) auf die Strasse gegangen. Die «No Kings»-Proteste, organisiert von einem Bündnis zivilgesellschaftlicher Gruppen, fanden landesweit statt. Laut mehreren Medienberichten wurden rund 3000 Kundgebungen mit schätzungsweise neun Millionen Teilnehmenden abgehalten – eine der grössten Protestbewegungen in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Die Zahlen wurden bislang jedoch nicht unabhängig überprüft. Bereits 2025 hatten ähnliche Aktionen Millionen mobilisiert.

In Washington versammelten sich am Morgen Zehntausende Demonstrierende, darunter viele Ältere, und zogen über die Memorial Bridge Richtung Innenstadt. Die Protestierenden zeigten ihren Unmut mit Slogans wie «Faschisten im Weissen Haus». Besonderes Aufsehen erregte eine Pappfigur von Trumps Berater Stephen Miller (40), die mit einem Schild «Adolf» versehen war – in Anspielung auf Adolf Hitler.

«Trump will wie ein Tyrann herrschen»

Eine zentrale Rolle spielte die Grosskundgebung in St. Paul, Minnesota. Tausende Menschen protestierten hier gegen umstrittene Einsätze von Bundesbehörden im Zuge verschärfter Massnahmen gegen Migranten, die in der Region bereits 2025 für wochenlange Proteste gesorgt hatten. Bei diesen Einsätzen waren zwei US-Bürger durch Schüsse von Bundesbeamten ums Leben gekommen, was die Wut der Menschen weiter anheizte.

US-Rocklegende Bruce Springsteen (76) gehörte zu den prominenten Unterstützern der Proteste in St. Paul. Er sprach zu den Demonstrierenden und präsentierte seine Protesthymne «Streets of Minneapolis», die er nach den Todesschüssen geschrieben hatte. «Trump will wie ein Tyrann über uns herrschen. Aber das ist Amerika, und die Macht liegt beim Volk – nicht bei Möchtegern-Königen oder ihren milliardenschweren Kumpanen», hiess es in einer Erklärung der Organisatoren.

Weisses Haus reagiert mit Kritik

Auch in Städten wie San Francisco und zahlreichen ländlichen Regionen schlossen sich Menschen den Protesten an. Die Bewegung fand ausserdem international Unterstützung. Eine Demonstrantin in Washington erklärte gegenüber dpa: «Die Leute in Deutschland sollen sehen, dass es in Amerika Protest gegen die Trump-Regierung gibt.»

Das Weisse Haus reagierte mit Kritik. Eine Sprecherin bezeichnete die Proteste laut Medienberichten als «Treffen einer kleinen, von linken Netzwerken unterstützten Gruppe ohne breite Unterstützung in der Bevölkerung».

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