Darum gehts
- Co-Pilot soll im Verhör Plan enthüllt haben
- Emirate, Saudi-Arabien und Israel führen eigene Untersuchungen
- Warum durfte Islamist überhaupt ins Cockpit?
Neue Erkenntnisse zum vereitelten Absturz von Flydubai-Flug 1073: Laut dem israelischen Sender Channel 12 gab Co-Pilot Hamam al-Hammami (29) im Verhör an, dass er das Flugzeug auf den Flughafen Ben Gurion stürzen lassen wollte.
Als Pilot flog al-Hammami demnach mehrmals nach Israel und sammelte Informationen. Eigentlich habe er seinen Anschlag bereits im Juli ausführen wollen. Doch weil er mit einem Besatzungsmitglied befreundet war, verschob er seinen Terrorplan.
Dramatische Szenen
Am 30. September hatte Co-Pilot al-Hammami den Piloten des Fluges von Dubai nach Tel Aviv attackiert, um das Flugzeug zu übernehmen. Nur weil der verletzte Pilot die Tür öffnete, konnten Passagiere den Anschlag vereiteln.
Inzwischen hat Saudi-Arabien den Omaner an die Vereinigten Arabischen Emirate ausgeliefert. Dort wird er derzeit verhört. Auch Israel und Saudi-Arabien führen eigene Untersuchungen zum Vorfall.
Al-Hammami war als Islamist bekannt. Er handelte wahrscheinlich allein, berichtet CNN unter Berufung auf israelische Quellen. Die grosse Frage lautet nun: Warum durfte der Extremist fliegen, der zuvor bei Oman Air wegen seiner Ansichten entlassen worden war?