Darum gehts
- Don Lemon wurde am 26. Januar 2026 in Los Angeles verhaftet
- Vorwurf: Verstoss gegen FACE-Gesetz wegen Protestaktion in einer Kirche
- Lemon war 17 Jahre bei CNN, seit April 2023 ist er unabhängiger Journalist
«Es gibt eine Verfassung und einen ersten Zusatzartikel, und es gibt Meinungsfreiheit und Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit», rief der ehemalige CNN-Moderator Don Lemon (59) während einer Protestaktion von Pro-Einwanderungs-Demonstranten in einer Kirche in Minnesota am 18. Januar. Gerichtet war sein Ausruf gegen den Pastor der Cities Church in St. Paul, David Eastwood, welcher die örtliche ICE-Aussenstelle leitet.
Lemon hatte die Protestaktion für seine Sendung gefilmt. Nun wurde der 59-Jährige am Freitagmorgen von ICE-Agenten in Los Angeles verhaftet, wie «Daily Mail» berichtet. Angeklagt wird er wegen eines Verstosses gegen das sogenannte FACE-Gesetz. Dieses verbietet eine Beeinträchtigung des Rechts auf Religionsausübung.
Anwalt verteidigt «verfassungsrechtlich geschützte» Arbeit
Lemons Anwalt, Abbe Lowell, verteidigt die Aktion in der Kirche in einer Erklärung am Freitag als «verfassungsrechtlich geschützt», wie «Daily Mail» zitiert. Weiter erklärt Lowell: «Don ist seit 30 Jahren Journalist, und seine verfassungsrechtlich geschützte Arbeit in Minneapolis unterschied sich nicht von dem, was er immer getan hat». Im April 2023 war Lemon nach 17 Jahren bei CNN entlassen worden. Seither präsentiert er sich auf Youtube als «unabhängiger Journalist».
In der Erklärung seines Anwalts heisst es weiter: «Die erste Verfassungsänderung dient dem Schutz von Journalisten, deren Aufgabe es ist, die Wahrheit ans Licht zu bringen und die Machthaber zur Rechenschaft zu ziehen. Es gibt keinen wichtigeren Zeitpunkt für Menschen wie Don, diese Arbeit zu tun.»
In der vergangenen Woche gehörte Lemon zu den acht Personen, gegen die die Trump-Regierung wegen der Protestaktion in der Kirche Anklage erheben wollte. Ein Richter wies jedoch die Anklage gegen Lemon zurück und liess nur die Beweise gegen drei der Personen zu.