Wegen Vorfall gegen ICE
Donald Trump bezeichnet Alex Pretti (†37) als «Unruhestifter»

Der getötete Alex Pretti (†37) fiel bereits früher wegen seiner Ablehnung von ICE-Beamten auf. Donald Trump wählt klare Worte zu dem verstorbenen US-Bürger. Er bezeichnet ihn als «Unruhestifter».
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Alex Pretti wurde am Samstag in Minneapolis erschossen.
Foto: John Locher/AP/dpa

Nach dem Auftauchen des Videos aus Minneapolis, auf dem zu sehen ist, wie der US-Bürger und Krankenpfleger Alex Pretti (†37) erschossen wird, meldet sich US-Präsident Donald Trump (79) auf seiner Onlineplattform Truth Social zu Wort.

In einem Beitrag nennt er den Getöteten einen «Unruhestifter, und möglicherweise Aufständischen». Trump verwies auf ein Video, das Pretti Tage vor seinem Tod bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung mit Beamten der Einwanderungsbehörde zeigen soll. Prettis öffentliches Ansehen sei «stark gesunken», schrieb Trump.

Pretti demoliert Regierungsfahrzeug

Trump bezieht sich in seinem Post auf Aufnahmen des Portals «The News Movement». Das Video zeigt, wie ein Mann zunächst in Richtung eines Einsatzfahrzeugs spuckt und anschliessend zweimal gegen einen wegfahrenden Behörden-SUV tritt, wobei ein Rücklicht herausbricht. Ein Beamter bringt den Mann schliesslich zu Boden.

Die Familie bestätigte dem US-Sender CNN, dass es sich dabei um Pretti handelt. Unklar bleibt, was dem Vorfall vorausging. Nach Angaben des Portals wurde das Video am 13. Januar aufgenommen. Elf Tage vor Prettis Tod durch Schüsse von Bundesbeamten.

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Trump schrieb, Pretti habe einen «sehr ruhigen und beherrschten ICE-Beamten» angeschrien, ihm ins Gesicht gespuckt und dann heftig «gegen ein neues und sehr teures Regierungsfahrzeug» getreten, wobei ein Rücklicht zerbrochen sei. Dies sei ein deutlicher Ausdruck von Missbrauch und Wut, «für alle sichtbar, wahnsinnig und ausser Kontrolle», schrieb Trump. Der Beamte blieb «ruhig und gelassen, was unter diesen Umständen nicht einfach war».

Vorwurf von Familien-Anwalt

Pretti war am vergangenen Samstag bei einem Einsatz von Bundesbeamten in Minneapolis erschossen worden. Der Vorfall löste in der Stadt und landesweit Empörung sowie Proteste aus. Der Anwalt der Familie sagte dem Sender CNN, nichts, was Tage zuvor geschehen sei, hätte die Tötung Prettis am 24. Januar rechtfertigen können.

Sicherheitskräfte des Bundes gehen im Bundesstaat Minnesota und vor allem in der Stadt Minneapolis seit Wochen rabiat gegen - teils mutmassliche - Migrantinnen und Migranten vor, um Menschen ohne gültigen Aufenthaltstitel festzunehmen und abzuschieben.


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