Faser unter dem Fingernagel
Die erdrückenden Beweise gegen die Stiefmutter von Fabian

Gina H. soll den achtjährigen Fabian mit sechs Messerstichen getötet und die Leiche angezündet haben. Am siebten Prozesstag wird klar: Die Schlinge um die Angeklagte zieht sich immer enger zu. Doch der Vater des Opfers hält eisern zu ihr.
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Wurde mit nur acht Jahren mitten aus dem Leben gerissen: Der kleine Fabian starb durch sechs Messerstiche.
Foto: Polizeipräsidium Rostock

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Prozess um Mord an Fabian (†8): Neue Beweise und Zeugenaussagen präsentiert
  • Pullover-Faser unter Fingernagel des Opfers passt zu Kleidung der Angeklagten
  • Handy-Daten zeigen Flugmodus von 11.21 bis 12.42 Uhr am Tattag
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Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

Im Mordprozess von Fabian (†8) vor dem Landesgericht Rostock in Deutschland fand am Donnerstag der siebte Prozesstag statt. Nachdem am vergangenen Dienstag ein gefundenes Küchenmesser als Tatwaffe entkräftet wurde, werden derzeit weitere Zeugen aufgerufen sowie diverse Gutachten präsentiert. 

Es sind Szenen, die kaum zu begreifen sind. Während im Gerichtssaal die grausamen Details zum Tod des kleinen Fabian verhandelt werden, sorgt die Beziehung zwischen dem Vater des Opfers und der mutmasslichen Killerin für Fassungslosigkeit.

Nur einen Tag vor der Tat hatte sich der Vater von Gina H. getrennt. Nach dem Verschwinden des Bubs bombardierte sie ihn mit Sprachnachrichten, bot scheinheilig Hilfe bei der Suche an. Jetzt der Schock: Der Vater ist wieder fest mit der Angeklagten zusammen! Vor Gericht stellte er klar: Er glaube felsenfest an ihre Unschuld.

Dabei drückt die Beweislast der Ermittler schwer. Am Donnerstag blieb Fabians Mutter dem Prozess erstmals fern – der Richter zeigte belastende Fotos der verbrannten Kinderleiche.

Das Gericht präsentierte drei Knallhart-Indizien, die Gina H. massiv belasten:

Die Faserspuren

Ein neues Textilgutachten bringt die Verdächtige direkt mit dem toten Bub in Verbindung. Das berichtet die «Frankfurter Allgemeine». Unter dem rechten Daumennagel des erwürgten und erstochenen Fabian wurde eine lila-blaue Baumwollfaser gefunden. Sie stimmt exakt mit einem Pullover von Gina H. überein. Zudem entdeckten Experten eine Polyesterfaser, die zu ihrer Reiterhose passt. Der Bub hat sich vor seinem Tod offenbar heftig gewehrt.

Das Handy-Blackout

Die Auswertung des Smartphones von H. zeigt ein verdächtiges Loch. Genau zur mutmasslichen Tatzeit – zwischen 11.21 Uhr und 12.42 Uhr – war ihr Handy entweder ausgeschaltet oder im Flugmodus. Besonders brisant: Die GPS-Daten belegen zudem, dass sich Gina H. genau an dem Tag am späteren Fundort der Leiche aufhielt, an dem sie den toten Fabian angeblich «zufällig beim Spaziergang» entdeckt haben will.

Die Sichtungen am Todestümpel

Zwei Landwirte sagten laut dem NDR aus, dass sie den Pick-up-Truck der Angeklagten am Tattag um die Mittagszeit nahe dem Fundort in Klein Upahl gesehen haben. Eine Anwohnerin bemerkte zudem ein Feuer am Tümpel und machte im Vorbeigehen sogar ein Foto. Sie dachte, jemand rode Schilf. Als die Polizei sie später aufklärte, kollabierte die Frau fast: «Sagt mir bitte nicht, dass das ein Kind war!»

Gina H. schweigt zu den Vorwürfen. Für den Mammutprozess sind noch zehn weitere Tage bis zum 2. Juli angesetzt. Über 60 Zeugen müssen noch aussagen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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