Darum gehts
- In Balaschicha bei Moskau explodierte am Dienstagmorgen eine Autobombe, Fahrer tot
- Getöteter möglicherweise Damir Dawidow (†57), hochrangiger russischer Militärangehöriger
- Bombe enthielt bis 0,5 kg Sprengstoff, Motiv weiterhin ungeklärt
In der russischen Stadt Balaschicha nahe Moskau ist es am Dienstagmorgen zu einer schweren Explosion gekommen. Gegen 5.30 Uhr Ortszeit detonierte in einem fahrenden BMW eine Autobombe. Das Fahrzeug brannte vollständig aus, der Fahrer starb noch am Tatort. Die russischen Ermittlungsbehörden bestätigten zunächst nur, dass ein Verfahren eingeleitet wurde.
Nach übereinstimmenden Medienberichten handelt es sich bei dem Getöteten um den hochrangigen Militärangehörigen Damir Dawidow (†57). Offiziell bestätigt ist diese Identität bislang nicht. Dawidow soll Oberst im russischen Verteidigungsministerium gewesen sein und die Hauptverwaltung für Raketen- und Artilleriebewaffnung geleitet haben.
Motiv noch unklar
Die Tageszeitung «Kommersant» berichtet, dass die Bombe bis zu einem halben Kilogramm Sprengstoff enthalten haben könnte, der unter dem Fahrzeug angebracht war. Die Ermittlungen laufen, Details zum Täterkreis oder Motiv sind noch unklar.
Der Fall erinnert an einen ähnlichen Anschlag im April 2025, ebenfalls in Balaschicha, bei dem der General Jaroslaw Moskalik durch eine Autobombe getötet wurde. Ein russisches Gericht verurteilte später Ignat Kuzin zu lebenslanger Haft. Der russische Inlandsgeheimdienst FSB machte ukrainische Dienste für den Anschlag verantwortlich.
Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine kommt es immer wieder zu gezielten Attacken auf Militärangehörige in Russland. Ukrainische Geheimdienste setzen dabei laut russischen Angaben häufig auf Sprengsätze in Fahrzeugen. Auch der russische Präsident Wladimir Putin (73) soll laut Berichten zunehmend Sicherheitsvorkehrungen rund um seine Residenzen verschärfen lassen.