Regierungsvertreter schlagen Alarm
Putins Kosten für Ukrainekrieg laufen komplett aus dem Ruder

Russlands Regierung warnt Wladimir Putin vor einem drohenden Mega-Loch in der Staatskasse. Selbst höhere Einnahmen aus dem Ölverkauf helfen kaum. Statt zu sparen, will das Militär noch mehr Geld.
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Wladimir Putins Kriegskasse wird derzeit arg strapaziert.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Russische Regierung warnt Putin vor unbezahlbaren Kriegsausgaben, berichtet Bloomberg
  • Verteidigungsministerium und Kreml wollen noch mehr Geld in Krieg stecken
  • Expertenmeinung: Budgetloch nicht so dramatisch wie auf den ersten Blick
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Bernadette HoggRedaktorin Wirtschaft

Der Krieg gegen die Ukraine kommt Russlands Präsidenten Wladimir Putin (73) teuer zu stehen. Nun wird es auch seinen Getreuen zu viel: Hochrangige russische Regierungsvertreter warnen Putin laut der Nachrichtenagentur Bloomberg davor, dass das Land auf einen unbezahlbaren Kriegskurs geraten sei. Sie verlangen Kürzungen bei den Kriegsausgaben. Damit stossen sie beim russischen Verteidigungsministerium aber auf taube Ohren. 

Dieses will von tieferen Ausgaben für Militär, Waffen und Co. nichts wissen. Das würde der Wirtschaft nur schaden, weil so viele Unternehmen darauf angewiesen seien, so die Argumentation. Hochrangige Verteidigungsminister verlangen sogar zusätzliche Gelder. Putin hat das Finanzministerium dazu aufgefordert, zunächst in anderen Haushaltsbereichen nach möglichen Einsparungen zu suchen.

Der Ukraine-Krieg belastet die Kreml-Kasse schwer. Das Loch im russischen Staatshaushalt beläuft sich laut Zahlen des Finanzministeriums im Zeitraum von Januar bis April 2026 schon auf 63 Milliarden Franken. Das sind fast 50 Prozent mehr, als für das gesamte Jahr vorgesehen war – das Ziel lag bei einem maximalen Defizit von 41 Milliarden Franken.

Experte winkt ab

Russland-Experte Vasily Astrov (51) vom Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche sieht das alles nicht so dramatisch. «Das Defizit im Staatsbudget war Anfang des Jahres noch sehr hoch, weil die Preise für russisches Öl damals im Keller waren», sagt Astrov. Seitdem hätte sich der Ölpreis verdoppelt. Das ist gut für Russland, das sein Öl teurer verkaufen kann – und Mehreinnahmen generiert.

Doch die finanzielle Lage ist offenbar so dramatisch schlecht, dass dies nicht genügt. Wie der deutsche TV-Sender ntv berichtet: Die explodierenden Ölpreise, verursacht durch den Krieg im Iran, würden nicht ausreichen, um die Probleme zu lösen. Der Preis müsste mindestens ein Jahr lang konstant über 100 Dollar pro Fass liegen, um die russische Wirtschaft tatsächlich zu entlasten.

Oligarchen öffnen das Portemonnaie

Die Lage ist so dramatisch, dass jetzt auch russische Oligarchen versuchen, das Haushaltsbudget aufzubessern – sie greifen dafür selbst in die Tasche, wie der britische «Telegraph» berichtet.  

Das ist aber ein Tropfen auf den heissen Stein, ihre Unterstützung ist ein symbolischer Akt. Geht Putin bald das Geld aus? Nein, denn Putin kommt bei heimischen Banken immer noch locker zu Geld.

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