Darum gehts
- USA und Iran führen in der Schweiz Krisengespräche über das Atomprogramm
- USA beauftragten Boeing mit Nachschub an 14-Tonnen-Bunkerbrecher-Bomben
- 2025 zerstörten 14 Bomben in 37 Stunden drei iranische Atomanlagen
Mega-Bomben, scharfe Rhetorik, eine riesige Flotte im Nahen Osten: Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen den USA und dem Iran finden in der Schweiz Krisengespräche statt.
Bisher kann noch kein Durchbruch vermeldet werden. Während der Iran von «guten Fortschritten» spricht, verwies US-Vize J. D. Vance (41) in einem Interview auf die roten Linien Washingtons. Die beiden Länder verhandeln derzeit über Irans umstrittenes Atomprogramm. Zum Thema Diplomatie sagte Vance: «Wir werden weiter daran arbeiten. Aber natürlich behält sich der Präsident das Recht vor, zu entscheiden, wann er der Meinung ist, dass die Diplomatie ihr natürliches Ende erreicht hat.» Zuvor hatte Trump immer wieder mit militärischen Aktionen gedroht.
USA füllen ihr Arsenal auf
Parallel dazu vergab die US Air Force einen Direktauftrag an Boeing, um ihr Arsenal an GBU-57-Bunkerbrecher-Bomben aufzufüllen. Es handelt sich um eine Präzisionswaffe, die von den USA entwickelt wurde. Laut westlichen Experten sind die 14-Tonnen-Exemplare in der Lage, einige der am stärksten befestigten und sensibelsten militärischen Einrichtungen aufzubrechen.
Sie können 60 Meter tief vordringen und ihre Sprengladung auch in dichten Substanzen detonieren.
Im Juni 2025 unternahmen die USA die Operation «Midnight Hammer» und setzten dabei innert 37 Stunden 14 Bomben ein. Dabei zerstörten die Streitkräfte nach eigenen Angaben drei iranische Atomanlagen.
In einer Stellungnahme erklärte die Luftwaffe, dass sie dem US-Rüstungsgiganten Boeing einen Alleinauftrag erteilen müsse, da dieser der einzige Anbieter sei, der die Bunkerbrecher herstelle.
«Diese Massnahme ist unerlässlich, um die Einsatzbereitschaft wiederherzustellen und sicherzustellen, dass das Air Force Global Strike Command (AFGSC) über die notwendigen Ressourcen verfügt, um strategische Notfallkriegspläne zu unterstützen», heisst es.
Beide Seiten demonstrieren militärische Stärke
Seit Tagen droht die US-Regierung um US-Präsident Donald Trump (79) dem Iran immer wieder mit militärischen Aktionen. Der Iran demonstriert seinerseits militärische Stärke im Persischen Golf. Bei einem Marinemanöver feuerten die Revolutionsgarden Raketen auf Ziele im Meer.
Bei der Militärübung seien Schnellboote mit Raketenwerfern im Einsatz gewesen, hiess es in einer Mitteilung. «Die Raketen trafen ihre Ziele in der Strasse von Hormus aus dem Landesinneren, von den Küsten und von den iranischen Inseln im Persischen Golf.»
USA schicken schwimmende Festung USS Gerald R. Ford
Die etwa 55 Kilometer breite Strasse von Hormus ist eine Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman. Sie gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport. Iranische Offiziere hatten im Konflikt mit den USA in der Vergangenheit damit gedroht, sie jederzeit zu blockieren.
Vergangene Woche wurde bekannt, dass Trump einen weiteren Flugzeugträger in den Nahen Osten schicken möchte. Es handelt sich um die USS Gerald R. Ford. Die schwimmende Festung ist das Flaggschiff der US-Marine und soll weiteren Druck auf die Islamische Republik ausüben.