Donald Trump (79) lässt die Säbel gen Iran rasseln. Bereits am Dienstag hatte er die Entsendung eines zweiten Flugzeugträgers in den Nahen Osten in Erwägung gezogen, sollten die Verhandlungen mit dem Iran scheitern. Nun hat der US-Präsident den Druck auf den Iran erhöht. Das Pentagon hat einer zweiten Flugzeugträger-Kampftruppe befohlen, sich für einen Einsatz im Nahen Osten bereit zu halten. Dies teilten US-Beamte gegenüber dem «Wall Street Journal» mit. Trump teilte den entsprechenden Artikel auf seiner Plattform Truth Social.
Der Befehl zum Einsatz könnte innert weniger Stunden erteilt werden, sagte einer der Beamten weiter. Als Reaktion auf das Massaker während der Massenproteste im Iran hatte Trump die Militärpräsenz in der Region verstärkt und den Flugzeugträger USS Abraham Lincoln dorthin entsendet. «Wir haben eine Flotte, die unterwegs ist, und eine weitere könnte folgen», sagte er gegenüber dem Nachrichtenportal «Axios». Er betonte: «Entweder wird es einen Deal geben oder wir werden wie beim letzten Mal zu sehr harten Massnahmen greifen müssen.»
USA verhandelt mit dem Iran über das Atomprogramm
Vertreter der USA und des Irans hatten am Freitag in Omans Hauptstadt Maskat Gespräche zum iranischen Atomprogramm aufgenommen. Noch ist unklar, wann die Gespräche fortgesetzt werden. Auf iranischer Seite hat man sich bisher nur bereiterklärt, ausschliesslich über das eigene Atomprogramm zu sprechen.
Am Mittwoch hatte sich der US-Präsident mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu (76) im Weissen Haus getroffen. Netanyahu war mit klaren Forderungen angereist: Jegliche Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran müssten nicht nur das Atom-, sondern auch das iranische Raketenprogramm beinhalten. Zudem fordert Israels Premier auch ein Ende der Unterstützung iranischer Verbündeter in der Region, wie die Hisbollah im Libanon oder die Huthi im Jemen.