Druck auf den Iran erhöht
Trump macht weiteren Flugzeugträger für Nahost-Einsatz parat

US-Präsident Donald Trump bereitet einen zweiten Flugzeugträger für einen Einsatz im Nahen Osten vor. Dieser könnte sofort entsendet werden, sollten die Verhandlungen mit dem Iran scheitern.
Kommentieren
1/4
Donald Trump bereitet einen zweiten Flugzeugträger für einen Nahost-Einsatz vor.
Foto: keystone-sda.ch
Sandra_Marschner_Praktikantin News_Ringier Blick_1-Bearbeitet.jpg
Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Donald Trump (79) lässt die Säbel gen Iran rasseln. Bereits am Dienstag hatte er die Entsendung eines zweiten Flugzeugträgers in den Nahen Osten in Erwägung gezogen, sollten die Verhandlungen mit dem Iran scheitern. Nun hat der US-Präsident den Druck auf den Iran erhöht. Das Pentagon hat einer zweiten Flugzeugträger-Kampftruppe befohlen, sich für einen Einsatz im Nahen Osten bereit zu halten. Dies teilten US-Beamte gegenüber dem «Wall Street Journal» mit. Trump teilte den entsprechenden Artikel auf seiner Plattform Truth Social. 

Der Befehl zum Einsatz könnte innert weniger Stunden erteilt werden, sagte einer der Beamten weiter. Als Reaktion auf das Massaker während der Massenproteste im Iran hatte Trump die Militärpräsenz in der Region verstärkt und den Flugzeugträger USS Abraham Lincoln dorthin entsendet. «Wir haben eine Flotte, die unterwegs ist, und eine weitere könnte folgen», sagte er gegenüber dem Nachrichtenportal «Axios». Er betonte: «Entweder wird es einen Deal geben oder wir werden wie beim letzten Mal zu sehr harten Massnahmen greifen müssen.»

USA verhandelt mit dem Iran über das Atomprogramm

Vertreter der USA und des Irans hatten am Freitag in Omans Hauptstadt Maskat Gespräche zum iranischen Atomprogramm aufgenommen. Noch ist unklar, wann die Gespräche fortgesetzt werden. Auf iranischer Seite hat man sich bisher nur bereiterklärt, ausschliesslich über das eigene Atomprogramm zu sprechen. 

Am Mittwoch hatte sich der US-Präsident mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu (76) im Weissen Haus getroffen. Netanyahu war mit klaren Forderungen angereist: Jegliche Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran müssten nicht nur das Atom-, sondern auch das iranische Raketenprogramm beinhalten. Zudem fordert Israels Premier auch ein Ende der Unterstützung iranischer Verbündeter in der Region, wie die Hisbollah im Libanon oder die Huthi im Jemen. 

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen