Erstmals seit 26 Jahren
Israel erobert Burg Beaufort im Südlibanon

Israels Armee hat die strategisch wichtige Burg Beaufort im Südlibanon eingenommen und erstmals seit 26 Jahren wieder die israelische Flagge gehisst. Die Kreuzfahrerfestung war Schauplatz heftiger Kämpfe gegen die Hisbollah-Miliz.
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Israel hat die strategisch bedeutende Burg Beaufort im Südlibanon eingenommen.
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Darum gehts

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  • Israelische Soldaten erobern Burg Beaufort im Südlibanon nach intensiven Kämpfen
  • Erstmals seit 26 Jahren weht israelische Flagge auf strategischer Festung
  • Truppen überschreiten Litani-Fluss, Hisbollah feuert Drohnen – ein Toter
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Mattia JutzelerRedaktor News

Israel hat die strategisch bedeutende Burg Beaufort im Südlibanon eingenommen. Laut der deutschen «Tagesschau» hissten Soldaten erstmals seit 26 Jahren wieder die israelische Flagge auf der historischen Festung.

Die Einnahme der Burg folgt auf mehrere Tage intensiver Gefechte in der Region. Die Kreuzfahrerburg, die im Libanonkrieg 1982 bereits von Israel besetzt und 2000 beim Rückzug der Truppen aufgegeben wurde, dient aufgrund ihrer Lage auf über 600 Metern Höhe als strategischer Aussichtspunkt.

«Kampfzone» im Südlibanon

Die israelische Armee hat in den vergangenen Tagen ihre Militäroperationen im Südlibanon intensiviert. Israel erklärte die Region zur «Kampfzone» gegen die radikal-islamistische Hisbollah-Miliz und rief die Bevölkerung südlich des Flusses Sahrani zur Evakuierung auf. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu (76) sagte in einer Fernsehansprache, er habe «das israelische Militär angewiesen, das Manöver im Libanon auszuweiten».

Ein israelischer Unteroffizier wurde in der Nacht durch eine Sprengstoffdrohne getötet. In Nordisrael ertönten ausserdem mehrfach Sirenen wegen Raketenbeschusses. Auf libanesischer Seite sind laut Al Jazeera in den vergangenen Tagen mindestens 14 Menschen bei den Gefechten im Süden des Landes gestorben.

Sitzung des UN-Sicherheitsrats beantragt

Die Spannungen verschärfen sich weiter, obwohl Israel und die libanesische Regierung Mitte April durch US-Vermittlung eine Waffenruhe vereinbarten. Im Libanon hielt Premierminister Nawaf Salam (72) derweil eine Fernsehansprache, in der er Israel der «Politik der verbrannten Erde und der Kollektivbestrafung» im Süden des Landes beschuldigte. Das berichtet die BBC.

Auch international schlägt die Einnahme der Burg hohe Wellen. So hat der französische Aussenminister Jean-Noël Barrot (43) deswegen eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats beantragt. «Obwohl wir Israels Recht auf Selbstverteidigung anerkennen, kann nichts die Fortsetzung der israelischen Militäroperationen im Libanon und die immer tiefere Besetzung libanesischen Territoriums rechtfertigen», sagte der Minister zu BFMTV.

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