Ersthelfer von Serkan C. (†36) erzählt
«Mehrere Schläge gezielt in Richtung des Kopfes»

Am Montagabend verstirbt der Kondukteur Serkan C. infolge einer Prügelattacke. Jetzt schildert sein Ersthelfer, wie er die Attacke erlebt hat. Er erzählt von gezielten Schlägen gegen den Kopf des Kondukteurs.
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Ein Ersthelfer schildert, wie er die Attacke auf Serkan C. erlebt hat.
Foto: Facebook

Darum gehts

  • Ein Schwarzfahrer tötete am 4. Februar 2026 einen Kondukteur (36) im Zug
  • Der Täter schlug mehrmals gezielt auf den Kopf des Opfers
  • Über 300 Menschen besuchten die Todesfeier in Ludwigshafen am 5. Februar
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Mattia JutzelerRedaktor News

Der Bundeswehrsoldat Leon hat die tödliche Attacke auf Serkan C. (†36) in einem deutschen Regionalexpress am eigenen Leib miterlebt. Er sass nur zwei oder drei Sitzreihen hinter dem Schwarzfahrer, der den Kondukteur totprügelte. Leon leistete nach dem Angriff sofort Erste Hilfe.

Gegenüber «T-Online» schildert Leon, wie er die Attacke erlebt hat. Der Schwarzfahrer sei gegenüber C. von Anfang an sehr aggressiv gewesen. «Er sah relativ trainiert aus, hat mehrfach gesagt, dass er Kampfsporterfahrung hat», erzählt Leon.

«Er hatte plötzlich keinen Puls mehr»

Als der Kondukteur den Schwarzfahrer aus dem Zug schmeissen will, greift dieser an. «Der Täter setzte mehrere Schläge gezielt in Richtung des Kopfes des Zugbegleiters», so beschreibt Leon den Angriff. Mindestens dreimal habe der Schwarzfahrer zugeschlagen. C. sei direkt auf den Schoss einer jungen Frau zusammengebrochen. 

«Ich habe durch den Zug geschrien, dass mir jemand helfen soll.» Der geschockte Soldat habe den bewusstlosen Kondukteur zusammen mit einem anderen Helfer in die stabile Seitenlage gelegt. «Er hatte noch Puls. Ich war die ganze Zeit bei ihm», erzählt Leon. 

Als der Regionalexpress dann aber den nächsten Bahnhof erreichte, hatte sich der Gesundheitszustand von C. bereits drastisch verschlechtert. «Er hatte plötzlich keinen Puls mehr. Seine Augen haben sich geöffnet. Er hat nicht mehr geatmet.»

Über 300 Besucher an Todesfeier

Der Kondukteur sollte zwei Tage später an seinen Verletzungen sterben. Die Angehörigen des Familienvaters sind am Boden zerstört. Der Vater von C. erlitt sogar einen leichten Herzinfarkt, als er vom Tod seines Sohnes erfährt.

C. war ein Familienmensch und äusserst beliebt in seinem Freundeskreis. Über 300 Menschen besuchen seine Todesfeier am Donnerstag in Ludwigshafen (D), um dem getöteten Kondukteur die letzte Ehre zu erweisen. 

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