Darum gehts
- Russischer Raketenangriff tötet zehnköpfige Familie in der Ukraine
- Explosion zerstörte zwei Häuser, Opfer teils nur anhand Leichenteilen identifiziert
- Acht Verletzte, Präsident Selenski fordert mehr Luftabwehrraketen von Verbündeten
Bei einem russischen Raketenangriff im Dorf Raduschne im Bezirk Krywyj Rih der ukrainischen Region Dnipropetrowsk wurde am Donnerstag eine zehnköpfige Familie getötet. Das berichtet die «Kyiv Post» unter Berufung auf lokale Medienberichte.
Bei den Opfern handelt es sich um Artem W. (†47), seine Frau Olena (†41), sieben ihrer Kinder und ihren erst 18 Monate alten Enkel. Nach Angaben der Grossmutter gegenüber lokalen Medien soll das jüngste Enkelkind gerade zu Besuch gewesen sein, als die Rakete einschlug.
Selenski will mehr Luftabwehrraketen
Nach Angaben des ukrainischen Katastrophenschutzes wurden bei dem Angriff zwei Privathäuser vollständig zerstört und fünf weitere Gebäude beschädigt. Mehrere Brände brachen aus, konnten aber von den Einsatzkräften gelöscht werden. Acht Personen wurden zudem verletzt. Der lokale Fernsehsender Pershyi Miskyi Kryvyi Rih berichtete, dass einige der Todesopfer aufgrund der Wucht der Explosion nur anhand von Leichenteilen identifiziert werden konnten.
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski schrieb in einem Post auf der Plattform X ebenfalls, dass die Rakete mit einer solchen Wucht eingeschlagen sei, dass von dem Wohnhaus der Familie fast nichts übriggeblieben sei. Es ist ein grauenvolles Verbrechen des russischen Krieges gegen die Ukraine – gegen gewöhnliche Menschen, gegen gewöhnliches Leben. «Es ist ein grauenvolles Verbrechen des russischen Krieges gegen die Ukraine – gegen gewöhnliche Menschen, gegen gewöhnliches Leben.»
Er forderte die Verbündeten der Ukraine abermals auf, Abfangraketen zu liefern. «Die Realität spricht für sich selbst. Leben zu schützen ist notwendig. Luftabwehrraketen sind notwendig», so Selenski.