Darum gehts
- Geiselnahme in Regensburg: 20-jähriger Deutscher am Donnerstag festgenommen
- Tatverdächtiger war polizeibekannt, Waffenverbot seit 2023 verhängt
- Opfer der Messerattacke verstarb später im Spital
Schock am Donnerstag im bayerischen Regensburg: In einer Bank war es am Nachmittag zu einer Geiselnahme gekommen. «Um 14:50 hat uns die Meldung erreicht, dass eine Person in einer Bankfiliale mit einem Messer angegriffen worden ist», erklärte Polizeisprecher Jonas Kraus. Das Opfer der Messerattacke, ein Angestellter der Bankfiliale, entkam nach dem Angriff aus der Bank. Im Spital erlag die Person jedoch ihren Verletzungen, wie mehrere deutsche Medien berichteten.
Zwei Bankmitarbeiter sollen sich ausserdem während der Geiselnahme in einem Raum der Bank verbarrikadiert haben, schrieb die «Bild». Polizei und das Sondereinsatzkommando SEK standen im Grosseinsatz. Am Freitagabend um 18 Uhr berichteten mehrere deutsche Medien übereinstimmend, dass der mutmassliche Täter festgenommen werden konnte. Demnach handelt es sich um einen 20-jährigen Deutschen. Nun hat die Polizei neue Details zum mutmasslichen Täter bekanntgegeben.
Polizei hatte Waffenverbot gegen Täter verhängt
Bei einer Pressekonferenz am Freitagnachmittag erklärte die Polizei Regensburg, dass der festgenommene 20-Jährige bereits polizeibekannt gewesen sei. Mehrfach sei er in eine Regensburger Jugendhilfeeinrichtung nicht rechtzeitig zurückgekehrt und daraufhin als vermisst gemeldet worden, wie «Focus online» berichtet. Zudem wurde 2023 ein Waffenverbot gegen den 20-Jährigen erlassen. 2022 wurde der Deutsche bei einer Kontrolle mit einem Einhandmesser angetroffen, 2023 fanden Polizisten bei einer Kontrolle einen Elektroschocker bei ihm.
Zudem wurde nun bekannt, dass sich der mutmassliche Täter zuvor selbst angezeigt hatte, nachdem er kurz vor der Tat Flaschen in den Innenhof einer Polizeistation geworfen hatte. Kurzzeitig wurde er in Gewahrsam genommen. Da jedoch keine Haftgründe vorlagen, wurde er wieder entlassen. Allerdings wurde der 20-Jährige erkennungsdienstlich behandelt, wie «Focus online» berichtet. So konnte er noch während des Einsatzes am Donnerstag identifiziert werden. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln nun wegen eines Tötungsdelikts und eines Raubüberfalls.