Darum gehts
- Grosseinsatz der Polizei in Regensburg bei Geiselnahme in einer Bank
- Mindestens eine Person ist tot, mehrere Geiseln waren in Gefahr
- Polizei setzte «zahlreiche Kräfte» ein, meldete sie auf Plattform X
Unübersichtliche Lage am Donnerstag im bayerischen Regensburg. In einer Bank war es zu einer Geiselnahme gekommen. «Um 14:50 hat uns die Meldung erreicht, dass eine Person in einer Bankfiliale mit einem Messer angegriffen worden ist», erklärte Polizeisprecher Jonas Kraus.
Um 18 Uhr meldeten mehrere Medien, dass die Polizei den mutmasslichen Täter festnehmen konnte. Es soll sich um einen 20-jährigen Deutschen handeln. Der Grosseinsatz war damit beendet.
Das Opfer konnte nach der Messerattacke aus der Bank entkommen. Die Person wurde ins Spital gebracht, wo sie ihren Verletzungen erlag, wie unter anderem «RTL» berichtete. Zwei Bankmitarbeiter sollen sich ausserdem während der Geiselnahme in einem Raum der Bank verbarrikadiert haben, schrieb die «Bild».
Die Polizei ermittelt wegen eines vollendeten Tötungsdelikts sowie des Verdachts eines Raubüberfalls. «Zahlreiche Kräfte» waren am Regensburger Rennweg vor Ort, schrieben die Beamten auf der Plattform X. Die Polizei war zudem mit Spezialkräften im Einsatz.
Täter noch lange im Gebäude
Laut der «Mittelbayerischen Zeitung» befand sich der Täter mehrere Stunden lang im Gebäude und war mit einem Messer bewaffnet. Die betroffene Bank befindet sich laut dem Bayerischen Rundfunk im Erdgeschoss eines grossen Gebäudes. In den oberen Stockwerken sind Wohnungen.
Wie viele Personen sich während der Geiselnahme genau in der Bank befanden, ist nicht bekannt. Um 17:40 Uhr meldeten mehrere Medien, dass die Polizei zwei Geiseln aus der Bank weggeführt und in Sicherheit gebracht hat.
Männlicher Einzeltäter vermutet
«Wir gehen davon aus, dass die Personen in der Bank keinen Kontakt zum Täter hatten», meinte Kraus. Die Polizei ging bereits vor der Festnahme von einem männlichen Einzeltäter aus. Die Beamten hatten über längere Zeit versucht, Kontakt zu dem 20-jährigen Deutschen aufzubauen.
Die Polizei hatte das betroffene Gebiet grossräumig abgeriegelt. In den Seitenstrassen brachten sich Beamte mit Waffen und Schutzkleidung in Stellung. Auch ein Polizeihelikopter war im Einsatz.