Darum gehts
- Zoll stoppt Schweizer Transporter mit fast 50'000 Franken nahe Sigmarszell.
- 27'000 Franken und 24'700 Euro im Fahrzeug versteckt.
- Fahrer zahlt 320 Franken Einfuhrabgaben wegen nicht verzollter Waren.
Ein vermeintlicher Umzugstransport entpuppte sich als dreiste Schmuggelaktion. Am Samstagabend stiessen die Beamten des Hauptzollamts Ulm (D) auf der Bundesautobahn 96 auf Höhe Sigmarszell auf einen aus der Schweiz kommenden Miettransporter mit Schweizer Zulassung. Bei der Kontrolle gab der 36-jährige rumänische Fahrer an, nach München umziehen zu wollen, heisst es in einer Medienmitteilung des Hauptzollamts Ulm.
Doch bei der Überprüfung der Ladung fanden die Zollbeamten ein MacBook und einen LED-Fernseher im Gesamtwert von über 1500 Euro (rund 1370 Franken). Beide Geräte waren nicht ordnungsgemäss bei der Einreise in die EU angemeldet und verzollt worden.
Fast 50'000 Franken im Fahrzeug versteckt
Der Fahrer gab zudem an, lediglich 6000 Franken Bargeld mitzuführen. Doch bei der Durchsuchung des Wagens machten die Zöllner einen riesigen Fund. Im Handschuhfach und Gepäck hatte der Rumäne insgesamt 27'000 Franken und 24'700 Euro (rund 22'700 Franken) versteckt. In Summe hatte er also versucht, umgerechnet beinahe 50'000 Franken nach Deutschland zu schmuggeln.
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Wegen der falschen Angaben zu den Barmitteln wurde gegen den Fahrer ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Darüber hinaus muss er sich wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit den nicht angemeldeten Waren verantworten. Die fälligen Einfuhrabgaben von etwa 350 Euro (rund 320 Franken) musste er noch vor Ort entrichten.
Barmittel ab 10'000 Euro müssen angemeldet werden
Generell gilt nach Angaben des Hauptzollamts Ulm: Reisende, die mit Barmitteln im Gesamtwert von 10'000 Euro (rund 9180 Franken) oder mehr nach Deutschland einreisen, müssen diesen Betrag beim Zoll anmelden.
Schon im März gingen drei Autoschmuggler auf der Autobahn 96 in Höhe Sigmarszell dem deutschen Zoll ins Netz. Die drei bulgarischen Staatsbürger im Alter von 19, 39 und 45 Jahren waren mit drei BMW aus der Schweiz nach Deutschland eingereist. Doch auf Verzollungsnachweise und Rechnungen für die Fahrzeuge angesprochen, gerieten die Männer in Erklärungsnot. Die Zöllner kassierten daraufhin die Einfuhrabgaben und leiteten ein Verfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung gegen die Männer ein.