Am vergangenen Mittwoch liefen drei Autoschmuggler auf der Autobahn 96 in Höhe Sigmarszell (D) dem deutschen Zoll ins Netz. Die drei bulgarischen Staatsbürger im Alter von 19, 39 und 45 Jahren waren mit drei BMW aus der Schweiz nach Deutschland eingereist.
Wie das Hauptzollamt Ulm in einer Mitteilung schreibt, konnten sie keine Verzollungsnachweise für ihre Fahrzeuge vorlegen. Die Zöllner kassierten daraufhin die Einfuhrabgaben und leiteten ein Verfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung gegen die Männer ein.
Bulgare muss «Rechnung organisieren»
Die Männer verhielten sich den Angaben zufolge besonders dreist. Nach dem Kaufpreis für den BMW X5 gefragt, gab einer der Männer an, die Rechnung «erst noch organisieren zu müssen». Kurz darauf legte der Bulgare einen handschriftlich geänderten Kaufbeleg über 3000 Franken als Foto auf seinem Smartphone vor.
Da wurden die Beamten stutzig. Eine Wertermittlung durch die Zöllner ergab, dass der Wagen einen Wert von mindestens 10'000 Franken hatte. Der 39-Jährige musste Zoll und Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 3600 Euro (rund 3300 Franken) zahlen. Er beglich die Summe noch vor Ort.
Beamte lehnen Beleg mit «echtem Preis» ab
Der 19-jährige Fahrer des zweiten Fahrzeugs, einem 6er BMW, kam ebenfalls mit einer kuriosen Antwort um die Ecke. Er gab zunächst an, nicht die auf der Rechnung ausgewiesenen 13'000 Franken bezahlt zu haben. Er bot den Zöllnern daraufhin an, einen Beleg mit dem «echten Preis» zu organisieren. Darauf liessen sie sich aber nicht ein. Sie lehnten das Angebot ab. Der Mann musste Einfuhrabgaben in Höhe von 4400 Euro (rund 4000 Franken) zahlen.
Der Fahrer des dritten Fahrzeugs kam glimpflicher davon. Die Zollbeamten erkannten die von ihm vorgelegte Rechnung über 3000 Franken für seinen BMW X5 an, da das Fahrzeug einen Kilometerstand von fast 500'000 hatte. Trotzdem musste der 45-Jährige Zoll und Umsatzsteuer in Höhe von 1000 Euro zahlen.