Darum gehts
- Frau reist mit 55 Gepäckstücken in die Schweiz ein
- Zoll findet nur persönliche Gegenstände, keine Verstösse festgestellt
- Bundesamt gibt keine Gründe für Kontrollen preis
Drogen, illegale Waren oder Waffen – Zollbehörden rechnen wohl mit so einigem, wenn sie Kontrollen durchführen. Nun sorgte aber eine Einreisende für eine «Überraschung», wie das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) gegenüber Blick sagt – mit ungewöhnlich viel Gepäck.
Die Frau kam nämlich mit stattlichen 55 Gepäckstücken aus den Ferien zurück. Darüber berichtete das Bundesamt zuerst selbst in einem Social-Media-Post. Was war drin? Es habe der Verdacht bestanden, dass sich «in den Koffern im Ausland gekaufte Waren befinden, die nicht gemeldet wurden», erklärt die Behörde auf Anfrage.
«Nichts zu beanstanden»
Dies sei jedoch nicht der Fall gewesen. In den Koffern hätten sich diverse persönliche Gegenstände der Reisenden befunden, die nicht im Ausland gekauft wurden. Deswegen gab es «nichts zu beanstanden», so die Behörden. «Das war für die diensthabenden Mitarbeiter sicher eine Überraschung.»
Es müsse immer wieder mit solchen Situationen gerechnet werden. Welche Gründe zu einer Kontrolle führen, will das Bundesamt «aus einsatztaktischen Überlegungen» nicht bekannt geben.
Durchaus machen Schweizer Zollbeamte immer wieder skurrile Funde. So wurden am Flughafen Zürich etwa bereits angebliche simbabwische Banknoten im Wert von 100 Quintillionen Dollar gefunden. Ein anderes Mal fand man den Kopf eines geschützten Siam-Krokodils im Koffer eines Reisenden. Auch ein Brotlaib diente bereits als Versteck für Schmuck, Uhren und Goldvreneli.