«Das gibt uns allen Rätsel auf»
Jetzt bricht ein Anwalt von Gina H. sein Schweigen

Gina H. steht im Mordfall Fabian vor Gericht: Die Ex-Freundin des Vaters soll das Kind am 10. Oktober 2025 mit sechs Messerstichen getötet haben. Jetzt äussert sich einer ihrer Anwälte erstmals – und wirft Fragen zum Verfahren auf.
1/5
Noch immer sind nicht alle Rätsel im Mordfall Fabian gelöst.

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Anklage gegen Gina H. wegen Mordes an Fabian aus Güstrow erhoben
  • Ermittlungsakte umfasst über 20'000 Seiten, Tatwaffe weiterhin nicht gefunden
  • Bei Verurteilung droht lebenslange Haft, Landgericht Rostock entscheidet über Anklage
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
RMS_Portrait_AUTOR_250.JPG
Marian NadlerRedaktor News

Mit mindestens sechs Messerstichen soll Fabian (8) aus dem deutschen Güstrow am 10. Oktober 2025 getötet worden sein. Seine Leiche wurde vier Tage später verbrannt in der Nähe eines Tümpels im nahegelegenen Klein Upahl gefunden. Nun hat die Staatsanwaltschaft Rostock Anklage wegen heimtückischen Mordes gegen Gina H.* (29), die Ex-Freundin von Fabians Vater, erhoben.

Bei einer Verurteilung droht ihr lebenslange Haft. Der Fall liegt jetzt beim Landgericht Rostock, das über die Zulassung der Anklage entscheiden muss.

Ermittlungsakte wird immer dicker

Zum ersten Mal hat sich der Wahlverteidiger der Beschuldigten, Thomas Löcker, gegenüber dem deutschen Nachrichtenportal «t-online» geäussert. Er spricht von einem «ganz schrecklichen Fall». Der erfahrene Rostocker Anwalt hat bereits über 20 Mandanten in Tötungsdelikten verteidigt. «Noch nie hat ein Fall eine solche Aufmerksamkeit erregt.»

Ob es tatsächlich zu einer Hauptverhandlung kommt, stellt Löcker infrage: «Schauen wir mal, ob die Hauptverhandlung überhaupt stattfindet.» Die Ermittlungsakte sei mittlerweile auf über 20'000 Seiten angewachsen.

Wo ist die Tatwaffe?

Laut «t-online» dürften bei einem möglichen Prozess zwei Aspekte im Fokus stehen: die Tatwaffe und das Motiv. Die mutmassliche Waffe, ein Messer mit einseitig geschärfter Klinge, wurde bislang nicht gefunden, wie Oberstaatsanwalt Harald Nowack erklärte.

Bleibt noch das Motiv. «Darüber zerbreche ich mir seit Anbeginn den Kopf. Das gibt uns allen Rätsel auf», sagt Löcker dazu. «Das völlig Verrückte an dem Fall ist: Geht es nach den Ermittlern, soll sie nach der Tat zurückgegangen sein und weitergelebt haben, als wäre nichts gewesen.»

Gina H. bestreitet, etwas mit dem Tod des Buben zu tun zu haben. Seit Anfang November 2025 sitzt sie in Untersuchungshaft. Sie verweigert bisher eine Aussage. Braucht es erst einen Prozess, damit sie ihr Schweigen bricht?

* Name bekannt

Heiss diskutiert
    Meistgelesen