Darum gehts
- Donald Trump feiert 80. Geburtstag mit UFC-Kämpfen vor dem Weissen Haus
- 600-Tonnen-Arena, 4300 Zuschauer, 1200 Plätze für fit getestete Soldaten
- Regenwahrscheinlichkeit am Sonntagabend könnte Hauptkampf gefährden
Ein kleiner Brunch im engsten Kreis mit Rührei, Speck und einer Kokosnuss-Geburtstagstorte. So bescheiden feierte Donald Trumps Vorgänger Joe Biden seinen 80. Geburtstag im Weissen Haus. Es war das erste Mal, dass ein Präsident der USA diesen runden Geburtstag im Amt zelebrieren konnte.
Deutlich prunkvoller und brutaler soll nun der Anlass rund um den 80. Geburtstag seines Nachfolgers Donald Trump werden. Der amtierende Präsident plant, am Sonntag sieben UFC-Kämpfe direkt vor dem Weissen Haus durchzuführen. Eigens dafür wurde eine 600 Tonnen schwere Arena auf dem Südrasen aufgebaut.
Bei den brutalen Mann-gegen-Mann-Kämpfen treffen Athleten in einem achteckigen Käfig aufeinander. Die UFC, kurz für Ultimate Fighting Championship, vereint Techniken aus nahezu allen traditionellen Kampfkünsten.
Nur muskulöse Soldaten erwünscht
Die Arena wurde in dieser Woche zusammen mit verschiedenen Verkaufszelten aufgebaut, wie unter anderem der britische «Guardian» berichtet. Es werden rund 4300 Zuschauer erwartet, darunter sind etwa 1200 Plätze für Angehörige der US-Armee reserviert. Trump hat allerdings nur Soldaten eingeladen, die bestimmte Fitnessstandards erfüllen.
Laut einem internen Pentagon-Memo dürfen die Militärgäste ein «Taille-zu-Körpergrösse-Verhältnis von maximal 0,55» aufweisen. Ein 1,80 Meter grosser, 30-jähriger Soldat darf also maximal einen Bauchumfang von 99 Zentimetern haben, wenn er die UFC-Kämpfe zu Trumps Geburtstag besuchen will. Auch müssen die Militärangehörigen ihre Reisekosten selbst tragen.
Bei den restlichen Gästen scheint Trump nicht ganz so wählerisch zu sein. Erwartet werden laut dem «People»-Magazin verschiedene Prominente sowie hochrangige republikanische Politiker. Auch eine kleine Flugshow soll es geben.
Kritik von Aktivisten
Die geplanten UFC-Matches sorgten in den USA für einige Kritik. Die US-Bürgerrechtsorganisation Public Integrity Project reichte Anfang Juni eine Klage ein, um die Geburtstagsfeierlichkeiten beim Weissen Haus zu verhindern. Angeprangert wurde, dass Trump den Anlass ursprünglich im Rahmen des 250. Jahrestages der USA angekündigt hatte. Ein Richter hatte den Antrag am Freitag jedoch abgelehnt.
Trump selbst behauptet nach wie vor, dass die Veranstaltung mit dem Namen «UFC Freedom 250» nur zufällig an seinem Geburtstag durchgeführt werde. «Der 14. Juni ist zufällig mein Geburtstag. Das war nicht so geplant», sagte er in einem Interview mit Fox News. Trump ist ein bekennender Fan der UFC und besuchte erst im vergangenen April einen der Kämpfe in Miami.
Neben den Aktivisten meint es auch das Wetter in Washington D.C. scheinbar nicht gut mit dem US-Präsidenten. Die Vorhersage des Wetterdienstes für Sonntagabend sagt aktuell eine «realistische» Gewitterwahrscheinlichkeit kurz vor Beginn des Hauptkampfes voraus. Die Arena vor dem Weissen Haus hat kein Dach.