Darum gehts
- Donald Trump fehlt beim WM-Auftakt der USA in Los Angeles
- Zehnjähriger Norweger Tius Luka singt mit Katy Perry im SoFi-Stadium
- USA siegen 4:1 gegen Paraguay – höchster WM-Sieg seit 96 Jahren
Der grosse Abwesende
Lange war spekuliert worden, ob US-Präsident Donald Trump dem Auftaktspiel der USA in Los Angeles beiwohnen würde – bis am Donnerstag klar geworden ist: Er ist nicht dabei. Grund für die Absage sind gemäss dem Weissen Haus Terminkollisionen, Trump werde im weiteren Verlauf des Turniers der WM aber sicher noch einen Besuch abstatten. Am Freitagabend nimmt so Aussenminister Marco Rubio den Platz neben Fifa-Präsident Gianni Infantino ein.
Katy Perrys kleiner Begleiter
In der Halbzeitshow des Super Bowl hat sie schon gesungen, nun hat Katy Perry auch bei der WM ihren grossen Auftritt: Sie performt den letzten Song vor dem Auftaktspiel der US-Mannschaft. Und es ist nicht nur ihr eigener: «Wonder» ist ursprünglich die Idee des zehnjährigen Norwegers Tius Luka, wobei Katy Perry vor der Veröffentlichung noch einige Zeilen hinzugefügt hat. So wird sie auch an der Show im SoFi-Stadium von Luka begleitet. Dieser singt zwar nicht viel, verzückt mit seinem Refrain aber das Publikum. Vor und nach ihrem Auftritt sitzt Perry auf der Tribüne neben ihrem Freund Justin Trudeau. Der ehemalige kanadische Premierminister unterstützte seine Freundin vor Ort und verzichtete dafür auf den ersten WM-Match seines Heimatlandes in Toronto.
Tom Cruise singt, David Beckham lächelt
Als kurz vor Spielbeginn die US-Nationalhymne erklingt, singen wohl nur wenige im Stadion so leidenschaftlich mit wie Schauspieler Tom Cruise. Da muss sogar sein prominenter Begleiter etwas schmunzeln – die englische Fussballlegende David Beckham bleibt während der Hymne trotz Teil-Wohnsitz in den USA aber stumm. Die beiden haben den Tag übrigens gemeinsam in Hollywood verbracht: Auf dem «Walk of Fame» ist Beckhams Stern enthüllt worden. Cruise hielt die Laudatio für den ersten Fussballer in dieser illustren Reihe.
Prominenz sieht historischen US-Sieg
Neben Cruise und Beckham ist in Los Angeles ganz viel weitere Prominenz dabei: Da sitzen etwa die Hollywood-Grössen Halle Berry, Leonardo DiCaprio und Sofia Vergara im Publikum. Microsoft-Gründer Bill Gates ist ebenso zugegen wie der ehemalige kanadische Premierminister Justin Trudeau, der nach ihrem Auftritt von Partnerin Katy Perry geherzt wird. Sie alle erleben einen historischen 4:1-Sieg des US-Teams mit: Noch nie haben die USA in einem WM-Spiel der Männer so viele Tore erzielt, mit drei Toren Unterschied gewannen sie zuletzt vor 96 Jahren. Aus US-Sicht ist die WM also definitiv lanciert.
Eine neue Regel kommt zum Zug
Apropos historisch: Im Spiel zwischen der USA und Paraguay kommt es nach 53 Minuten zu einer Premiere. Nach einer Gelben Karte gegen USA-Captain Ream wird Schiedsrichter Danny Makkelie vom VAR vor den Bildschirm gebeten und erkennt dort eine Schwalbe von Paraguays Almiron. Die Folge: Sein Entscheid wird gekippt, statt Ream wird Almiron verwarnt. Es ist die erste Anwendung einer auf diese Endrunde hin eingeführten Regel, wonach der VAR eingreifen darf, wenn eindeutig der falsche Spieler mit einer Gelben Karte bestraft wird.

