Darum gehts
- Britische Studie zeigt: E-Zigaretten helfen wirksam beim Rauchstopp
- E-Zigaretten besser als Nikotinpflaster und Verhaltenstherapie, aber nicht schadlos
- Analyse umfasst 109 Studien von 2014-2023, deutliche Ergebnisse für Rauchstopp
Ist es der Einstieg oder das Mittel zum Aufhören? Die einen rauchen E-Zigaretten, um vom schädlichen Tabak loszukommen. Für andere sind sie schon lange ein ultimatives Lifestyle-Produkt.
Jetzt fand eine britische Studie heraus, wie effektiv Vapes den Rauchstopp unterstützen können. Aber sind sie wirklich die bessere Alternative?
Die Studie der Studien
Die Studie wurde am vergangenen Donnerstag veröffentlicht. Die Forscher werteten darin 14 bestehende Übersichtsarbeiten aus, die insgesamt 109 internationale Primärstudien umfassten. Alle Arbeiten waren zwischen 2014 und 2023 entstanden.
Das eigentliche Ziel der Forscher: Sie wollten herausfinden, ob E-Zigaretten mit anderen Interventionen mithalten können.
Mit E-Zigaretten fällt der Tabakentzug leichter
Diese Frage wurde mithilfe von 21 Metaanalysen beantwortet. Diese untersuchten wiederum, wie erfolgreich die Raucherentwöhnung durch E-Zigaretten im Vergleich zu anderen Strategien abläuft.
Bei den qualitativ hochwertigen Studien schloss die E-Zigarette in allen Fällen besser ab als Methoden der Nikotinersatztherapie (Zum Beispiel Pflaster, Lutschtabletten oder Kaugummi), Verhaltenstherapie oder nikotinfreie E-Zigaretten (Placebo). Bei qualitativ weniger hochwertigen Studien waren die Resultate ähnlich, aber weniger präzise oder in ganz seltenen Fällen widersprüchlich.
Wie die Hauptautorin Angela Difeng Wu in der Medienmitteilung ausführt, seien die Erkenntnisse alles in allem «eindeutig und konsistent». Heisst: E-Zigaretten helfen wirksam beim Rauchstopp.
Langfristig besteht kein Zweifel
Trotzdem sind auch E-Zigaretten keine echte Alternative. Immer wieder belegen Studien: auch E-Zigaretten erhöhen das Risiko für Mund- und Lungenkrebs.
In der Schweiz warnt die Lungenliga vor E-Zigaretten und setzt sich für eine stärkere Regulation ein. Insbesondere die farbigen Vapes mit Fruchtgeschmack würden bei Jugendlichen den Einstieg in die Sucht begünstigen.
Nikotin bleibt Nikotin
Die nüchterne Wahrheit: Nikotin, egal in welcher Form macht abhängig und bleibt ein Nervengift. Ersatzprodukte können den Rauchstopp erleichtern oder allenfalls Schaden vermindern. Dennoch sind sie nicht gesundheitsfördernd. Langfristig sollte man also auch die E-Zigarette beiseitelegen.