Darum gehts
- Zwei Deutsche am 10. März auf Eisscholle in der Ostsee gestrandet
- Rettungskräfte fanden sie dank «SOS» aus Eisbrocken
- Über 160 Kilometer lange Strecke zwischen Oulu und Luleå geplant
Zwei deutsche Wintersportler konnten aus einer verheerenden Notlage gerettet werden. Am Dienstag ging im Seenotrettungszentrum in Turku (Finnland) ein Notruf ein. Ein Mann und eine Frau waren auf einer Eisscholle mitten im Meer gefangen. Die beiden wollten den Bottnischen Meerbusen in der Ostsee auf Ski überqueren. Die Strecke zwischen Finnland und Schweden ist über 160 Kilometer lang und im März fast immer zugefroren.
Die beiden Wintersportler hatten in einem Zelt geschlafen, wie unter anderem die «Bild» berichtet. In der Nacht brach allerdings der gefrorene Ozean auf. Fast die gesamte Ausrüstung der beiden rutschte ins Wasser. Der Mann und die Frau konnten sich auf die Eisscholle retten und die Seenotrettung alarmieren.
«SOS» mit Eisbrocken buchstabiert
Rettungskräfte aus Finnland und Schweden machten sich per Flugzeug auf die Suche nach den gestrandeten Wintersportlern. Auch ein spezielles Luftkissenfahrzeug war im Einsatz. Damit sie schneller gefunden werden, buchstabierten die beiden Gestrandeten den Schriftzug «SOS» aus Eisbrocken auf die Scholle.
Der Mann und die Frau konnten fünf Stunden später gerettet werden. Laut der Seenotrettung waren die zwei Gestrandeten erfahrene Wintersportler mit guter Ausrüstung, was ihnen vermutlich das Leben rettete.
Der Bottnische Meerbusen ist der nördlichste Teil der Ostsee. Er ist relativ flach und hat einen niedrigen Salzgehalt. Deshalb ist er gut die Hälfte des Jahres zugefroren. Im März ist die Eisschicht typischerweise am dicksten, berichtet der finnische Radiosender Yleisradio.