Millionen demonstrieren gegen Donald Trump
1:38
«No Kings»-Proteste:Millionen demonstrieren gegen Donald Trump

Anzeichen verdichten sich
Trumps Männer für «wochenlange Bodeneinsätze» bereit

Die USA und Israel führen Krieg gegen den Iran. Der Nahe Osten steht unter Beschuss. Im Ticker halten wir dich über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden.
Kommentieren
Blick_APP_DE_WeissRot_XXXHDPI-1024x1024_RGB.png
Blick Newsdesk
vor 3 Minuten

US-Bildungsstätten in Gefahr

Von Natalie Zumkeller, Redaktorin am Newsdesk

Der Konflikt im Nahen Osten eskaliert zunehmend, auch zivile Ziele werden immer wieder von Raketen getroffen. Zu Beginn des Konflikts wurde ​eine Mädchenschule in einer südiranischen Stadt bombardiert​ – 165 Menschen starben. Laut mehreren amerikanischen Medienberichten soll die USA für den Angriff verantwortlich sein. Auch zwei iranische Unis sollen kürzlich zum Ziel von Raketen geworden sein.

Die Luftangriffe auf die iranische Hauptstadt gehen auch vier Wochen nach Kriegsbeginn weiter.
Foto: keystone-sda.ch

Ein Sprecher des iranischen Aussenministeriums, Esmaeil Baghaei, schrieb auf X, die USA und Israel würden «die wissenschaftlichen Grundlagen und das kulturelle Erbe unseres Landes zerstören, indem sie systematisch Universitäten, Forschungszentren, historische Denkmäler und prominente Wissenschaftler ins Visier nehmen.»

Nun will der Iran aus Vergeltung amerikanische und israelische Bildungsstätten in der Region zu einem möglichen Ziel für Angriffe machen. Wie die iranische Nachrichtenagentur Farsa unter Berufung auf eine Elitestreitmacht der Revolutionsgarde schreibt, stellen Offizielle den USA und Israel nun ein Ultimatum: Bis Montag müssen die beiden Länder die Bombardierung der Universitäten öffentlich verurteilen – ansonsten würden ihre Unis ebenfalls angegriffen werden.

07:53 Uhr

Laut Medienberichten: Pentagon soll Einsätze von Bodentruppen vorbereiten

Von Natalie Zumkeller, Redaktorin am Newsdesk

Immer wieder heisst es aus offiziellen Kreisen der US-Politik, dass es zu einem Einsatz von amerikanischen Bodentruppen im Iran kommen werde. Bisher blieben solche Operationen aus – wie die «Washington Post» nun berichtet, sollen die Vorbereitungen im Pentagon jedoch auf Hochtouren laufen.

Plant das Pentagon Bodeneinsätze?
Foto: keystone-sda.ch

Eine «wochenlange Bodenoperation im Iran» soll im Fokus der nächsten Kriegsschritte stehen. Dafür sollen Tausende US-Soldaten in den Nahen Osten versetzt werden, was den Konflikt auf eine neue Eskalationsstufe anheben könnte. Der Vorschlag des Pentagon soll jedoch noch nicht offiziell von US-Präsident Trump erlaubt worden sein.

Die Beamten, auf die sich die Zeitung in ihrem Bericht beruft, erklärten, die Massnahme würde nicht den Umfang einer vollständigen Invasion haben. Stattdessen soll es zu Razzien durch Spezialeinheiten und Infanterietruppen kommen.

Karoline Leavitt, die Pressesprecherin des Weissen Hauses, hielt sich in einem Statement bedeckt. «Es ist die Aufgabe des Pentagon, Vorbereitungen zu treffen, um dem Oberbefehlshaber ein Maximum an Handlungsoptionen zu bieten. Das bedeutet nicht, dass der Präsident eine Entscheidung getroffen hat.»

00:48 Uhr

Russen fotografierten US-Basis – kurz darauf griff der Iran an

Von Gabriel Knupfer, Redaktor Nachtdienst

Wie stark hilft Russland dem Iran? Offenbar stärker als bisher bekannt. Das geht aus einem ukrainischen Geheimdienstbericht hervor, den Präsident Wolodimir Selenski dem Sender NBC News zuspielte.

Wolodimir Selenski war in Katar, um das ukrainische Wissen zur Drohnenabwehr weiterzugeben.
Foto: IMAGO/APAimages

Dem Bericht zufolge hatten russische Satelliten am 20., 23. und 25. März Bilder der Prince Sultan Air Base in Saudi-Arabien aufgenommen. Am 26. März griff der Iran den Stützpunkt an, auf dem sowohl US-Streitkräfte als auch saudische Truppen stationiert sind. Mehrere US-Soldaten wurden dabei verletzt.

Für Selenski ist «zu hundert Prozent» klar, dass Russland den Iranern mit Informationen hilft. «Wir wissen: Wenn sie ein Mal Bilder machen, bereiten sie sich vor. Wenn sie ein zweites Mal Bilder machen, ist es eine Simulation. Beim dritten Mal bedeutet es, dass sie in ein oder zwei Tagen angreifen werden.»

Beweise für seine Anschuldigungen legte Selenski allerdings nicht vor. Doch es gab auch von anderen Seiten immer wieder Aussagen, dass Russland dem Iran mit Satellitendaten und Drohnentechnologie hilft. Der russische Präsident Wladimir Putin hat ein grosses Interesse daran, den Krieg zu verlängern. Mehr dazu liest du in diesem Artikel.

Die US-Regierung und Donald Trump spielten solche Berichte in der Vergangenheit aber herunter. So sagte der US-Präsident, dass Moskau den Iran möglicherweise «ein bisschen» unterstütze. Eine Sprecherin des Weissen Hauses stellte damals jedoch klar: «Nichts, was dem Iran von einem anderen Land zur Verfügung gestellt wird, beeinträchtigt unseren Erfolg.»

28.03.2026, 21:24 Uhr

Hinter den Kulissen wird gefeilscht

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Die ganze Welt fragt sich: Wie konkret verlaufen die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran wirklich? 

Bisher machte US-Präsident Donald Trump widersprüchliche Angaben dazu. Während er die iranischen Unterhändler zeitweise als «komisch» und «anders» bezeichnete, bekräftigte er auch mehrmals, dass grosse Fortschritte erzielt wurden. 

Foto: Vahid Salemi/AP/dpa

Die iranische Seite gab sich zurückhaltender. Hochrangige Offiziere gaben mehrfach an, dass Verhandlungen «sinnlos» seien, solange die Aggression anhalte. Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi sagte Mitte Woche, ein Abkommen sei «sinnlos», solange nicht klare Garantien vorgelegt werden. «Die Vereinigten Staaten müssen aus diesem Konflikt eine Lehre ziehen und dürfen nie wieder auch nur daran denken, unser Land anzugreifen. Ein Waffenstillstand ohne Garantien bedeutet, in einen Teufelskreis endloser Kriege zu geraten, und wir wollen, dass er zu unseren Bedingungen beendet wird.»

Nun hat sich der iranische Präsident Masoud Pezeshkian dankbar für die diplomatische Unterstützung aus Pakistan gezeigt. In einem Telefonat mit Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif lobte er die Vermittlungsbemühungen Pakistans zur Beendigung des Konflikts mit den USA und Israel. Das Land hat sich in den letzten Tagen als «Hauptvermittler» herauskristallisiert. 

Parallel dazu laufen internationale Abstimmungen auf Hochtouren: Aussenminister aus Saudi-Arabien, Ägypten und Türkei reisten nach Islamabad, um gemeinsam mit pakistanischen Vertretern über Wege zur Deeskalation zu beraten.

28.03.2026, 18:59 Uhr

«Schwächt die Fähigkeit der USA»

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Verletzte Soldaten, zerstörte Jets und ein Engpass? Am späten Freitagabend bombardierte der Iran die Prince Sultan Air Base in Saudi-Arabien. Bei der Attacke wurden 12 US-Soldaten verletzt. 

Die E-3-Sentry ist für die USA von grosser Bedeutung.
Foto: IMAGO/StockTrek Images

Wie das «Wall Street Journal (WSJ)» nun berichtet, beschädigten die iranischen Drohnen unter anderem ein amerikanisches E-3-Sentry-Flugzeug. Dies bestätigten sowohl US-Beamte als auch Offizielle aus Saudi-Arabien. 

Weiter wurden mehrere US-Tankflugzeuge zerstört. 

Das E-3 Sentry ist ein Militärflugzeug mit einem Airborne Warning and Control System (AWACS) – einem luftgestützten Frühwarn- und Kontrollsystem. Es hilft, das Schlachtfeld zu überwachen und verfolgt Drohnen, Raketen und Flugzeuge über hunderte von Kilometern hinweg. 

Laut Militäranalysten liefert das Flugzeug den Kommandanten ein Echtzeitbild des Einsatzgebiets. So können sie eigene Einheiten koordinieren, Bedrohungen abfangen und den Überblick über befreundete Flugzeuge behalten. 

«Das ist ein sehr ernstes Problem», sagte der pensionierte US-Air-Force-Colonel John «JV» Venable gegenüber dem «WSJ». «Es schwächt die Fähigkeit der USA, die Vorgänge im Golf zu beobachten und die Lage zu überblicken.» Es gibt nur eine begrenzte Anzahl dieser Flugzeuge in der US-Luftwaffe, und sie können nicht einfach ersetzt werden.

28.03.2026, 17:26 Uhr

Vance: «Trump hat sich klar ausgedrückt»

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Es sind Worte, die Gewicht haben: US-Vizepräsident J. D. Vance hat sich in einem Interview mit dem konservativen Podcaster Benny Johnson zum Krieg im Iran geäussert.

Foto: keystone-sda.ch

Vance erklärte, die USA hätten den Grossteil ihrer militärischen Ziele von «Operation Epic Fury» bereits erreicht. US-Präsident Donald Trump wolle die Einsätze jedoch «noch eine Weile fortsetzen», um die iranische Regierung nachhaltig zu schwächen. 

Wörtlich sagte Vance: «Der Präsident wird noch eine Weile weitermachen, um sicherzustellen, dass wir das nicht noch einmal für sehr, sehr lange Zeit tun müssen.» Ziel sei es, die Regierung in Teheran «für sehr, sehr lange Zeit handlungsunfähig zu machen».

Vance räumte ein, dass die Benzinpreise aufgrund des Konfliktes gestiegen sind. Er versicherte jedoch, dass sie «bald wieder sinken» würden. «Das ist eine sehr, sehr vorübergehende Reaktion auf einen Konflikt, der letztlich nur von kurzer Dauer sein wird.»

Vance' Strategie ist klar: Er möchte die MAGA-Basis beruhigen. Unter den Trump-Wählern und Republikanern findet sich mittlerweile eine empfindliche Menge an Leuten, die Trumps Krieg im Iran nicht gut finden. Einige Republikaner stürmten gar wütend aus einer Sitzung zum Iran-Krieg, wie du ​​​​im Text​​​​ meines Kollegen Marian Nadler nachlesen kannst. 

«Ich denke, der Präsident hat sich diesbezüglich sehr klar ausgedrückt: Wir haben kein Interesse daran, in einem Jahr oder in zwei Jahren noch im Iran zu sein. Wir erledigen unsere Aufgaben, wir werden bald wieder abziehen, und die Benzinpreise werden wieder sinken.»

28.03.2026, 14:39 Uhr

Bis zu 200 Antennen installiert

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Im Iran herrscht seit dem Beginn des Krieges eine nahezu vollständige Internetblockade. Für die Menschen im Land ist es nicht das erste Mal im laufenden Jahr, dass sie den Zugang zur digitalen Welt verlieren. Bereits bei den Massenprotesten gegen das Regime im Januar ​​schalteten die Behörden den Internetzugang​​ der Bevölkerung ab.

Seit Jahren unterstützen Aktivisten weltweit die Menschen im Iran in solchen Situationen. Eine Lösung bietet etwa das Satellitensystem des Milliardärs Elon Musk (54). Mit einer Verbindung über das Starlink-Netzwerk können die Iraner die Internetsperre des Regimes umgehen. Seit 2022 schmuggelten Aktivisten bereits Hunderte solcher Geräte in die Islamische Republik. 

Foto: IMAGO/UPI Photo

Die gemeinnützige Organisation Holistic Resilience habe beispielsweise bis zu 200 Antennen im Iran installiert, wie «​​Watson​​» berichtet. Auch hätten die Aktivisten den Verkauf von mehr als 5000 Starlink-Geräten ermöglicht. Die Iraner werden von den Aktivisten auch mit der sicheren Nutzung solcher Starlink-Geräte vertraut gemacht. Das Regime stellt den Einsatz dieser Endgeräte seit 2025 nämlich offiziell unter Strafe.

Wie viele Starlink-Geräte genau im Iran platziert wurden, ist nicht bekannt. Die Technik ist nicht billig – seit Kriegsbeginn schätzen Experten, dass allein eine Antenne über 3000 Franken kostet. Die Abo-Gebühren für das Satellitensystem sind aber wenigstens für alle Iraner kostenlos.

28.03.2026, 12:41 Uhr

Ölexporte noch stärker unter Druck

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Der Iran blockiert nun schon seit gut einem Monat die wichtige Ölhandelsroute durch die Strasse von Hormus. Das lässt weltweit die Energie- und Benzinpreise in die Höhe schnellen.

Jetzt könnte sich die Situation der Ölexporte im Nahen Osten noch weiter verschärfen. Am Samstagmorgen gab die ​jemenitische Huthi-Miliz​ ihren Eintritt in den Irankrieg bekannt. Ein Militärsprecher teilte auf X mit, die Gruppe habe ihren ersten direkten Raketenangriff auf Israel gestartet.

Foto: Getty Images

Die Huthis können einen weiteren wichtigen Engpass im internationalen Ölhandel bedrohen. Die Meerenge Bab al-Mandab, die das Rote Meer mit dem Indischen Ozean verbindet. Der gut 29 Kilometer breite Engpass befindet sich zwischen dem Jemen und den ostafrikanischen Ländern Eritrea und Dschibuti. In Friedenszeiten mussten rund 12 Prozent des weltweit per Schiff gehandelten Öls diese Meerenge passieren.

Seit dem Ausbruch des Irankrieges hat die Meerenge Bab al-Mandab noch an Bedeutung gewonnen. Die Blockierung der Strasse von Hormus zwingt beispielsweise Saudi-Arabien dazu, seine Ölexporte an die eigene Westküste zu verlagern. Infolgedessen hat der Tankerverkehr im Roten Meer, und damit auch in der Meerenge Bab al-Mandab, stark zugenommen. Das berichtet etwa das «​Wall Street Journal​».

Die Meerenge Bab al-Mandab befindet sich zwischen dem Jemen, Eritrea und Dschibuti. (Credit: Screenshot Google Maps)

Die Blockierung dieses wichtigen Engpasses sei für die Huthis jetzt eine «durchführbare Option», sagte ein Insider gegenüber ​CNN​. Es wäre nicht das erste Mal, dass die Miliz den Rohstoffhandel ins Visier nimmt. Bereits nach den Angriffen auf Israel am 7. Oktober 2023 griffen die Huthis ​Ziele im Roten Meer an​. Mehr als 100 Schiffe wurden bis im November 2025 laut CNN bombardiert.

28.03.2026, 08:45 Uhr

Huthis mischen im Nahost-Krieg mit

Von Angela Rosser, Redaktorin am Newsdesk

Der jemenitische Militärsprecher der Huthi-Miliz im Jemen, Yahya Saree, erklärt auf X, die Gruppe habe ihren ersten direkten Raketenangriff auf Israel gestartet. Es seien ballistische Raketen auf «sensible Ziele» im Süden des Landes abgefeuert worden heisst es weiter.

Er versicherte auch, dass die Operationen fortgesetzt werden, bis die Angriffe im Libanon beendet seien. Bereits vor dem Statement hatte Israel gemeldet, eine Rakete aus dem Jemen abgefangen zu haben. Es ist der erste Angriff der Rebellenbewegung in diesem Krieg.

Die Huthis, eine jemenitische Rebellengruppe, haben Raketen auf Israel abgefeuert.
Foto: IMAGO/Anadolu Agency

Bei den Huthis handelt es sich um eine Rebellenbewegung aus dem Jemen. Sie verstehen sich als Teil der iranisch geprägten «Achse des Widerstands». ​​Darüber hat kurz nach Kriegsausbruch unsere Kollegin Chiara Schlenz bereits geschrieben.​​

Eine vertiefte Erklärung zu der jemenitischen Rebellenbewegung findest du im ​​Artikel​​ von Ausland-Redaktor Guido Felder (Bezahlschranke).

27.03.2026, 18:46 Uhr

Uno will Dünger durch Strasse von Hormus schmuggeln

Von Johannes Hillig, Redaktor am Newsdesk

Der Iran blockiert weiterhin die Strasse von Hormus, einen der wichtigsten Handelswege der Welt. Die Folgen spüren wir an der Zapfsäule. Während wir uns über teure Spritpreise sorgen, droht eine Hungerkrise in Afrika. 

Die Uno hat eine neue Arbeitsgruppe gegründet. Sie soll Düngemittel durch die blockierte Strasse von Hormus schmuggeln, um eine Verschärfung der globalen Hungerkrise zu verhindern. «Wenn wir in den nächsten Monaten nicht säen können, wird das langfristig zu einem verstärkten Hunger führen,» erklärte UN-Sprecher Stéphane Dujarric, wie CNN berichtet. 

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen