Angst vor Angriffen, Millionen Trauernde und Ausnahmezustand
Riesiges Begräbnis für Ali Chamenei (†86) in Teheran

In der iranischen Hauptstadt soll mit der Beisetzung des getöteten Obersten Führers Ali Chamenei (†86) ein riesiger Event über die Bühne gehen. Es drängen sich Sicherheitssorgen auf – und die Frage, ob sein Sohn, der neue iranische Führer, teilnehmen wird.
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In Teheran trauert man am Wochenende um den verstorbenen Obersten Führer Ali Chamenei.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • In Teheran wird am 6. Juli Ali Chameneis Staatsbegräbnis erwartet
  • Bis zu 20 Millionen Trauernde, Sicherheitsvorkehrungen wie militärische Operation
  • 14'000 Journalisten akkreditiert, EU-Staaten schicken keine offiziellen Vertreter
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Natalie ZumkellerRedaktorin News

In Teheran herrscht Ausnahmezustand: Die geplante Beisetzung des am 28. Februar während der israelisch-amerikanischen Militärschläge getöteten Obersten Führers Ali Chamenei (†86) versetzt nicht nur den Iran, sondern auch Hauptstädte weltweit in Anspannung. Millionen von Trauernden werden erwartet, die Sicherheitsvorkehrungen gleichen einer militärischen Grossoperation.

Es werden 15 bis 20 Millionen Menschen am Montag am geplanten Staatsbegräbnis in der iranischen Hauptstadt erwartet. Das berichten mehrere Medien weltweit übereinstimmend.

Erinnerungen an Sprengsatz-Detonation bei General-Beerdigung

Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren: Basij-Milizen, Revolutionsgarden und das Militär sind in Alarmbereitschaft. Der zentrale Flughafen Mehrabad wird ab Freitagmorgen geschlossen, und der Teheraner Luftraum bleibt während der Zeremonien gesperrt. Der Leichnam Chameneis wird am Wochenende im Mosalla-Komplex aufgebahrt, einer der grössten Moscheen der Welt, wo Gläubige ihm die letzte Ehre erweisen können. Bis zum 9. Juli folgen weitere Trauer- und Beisetzungszeremonien in Qom, Maschhad sowie in den schiitischen Pilgerstädten Karbala und Nadschaf im Irak.

Die Dimensionen der Veranstaltung rufen nicht nur Trauernde, sondern auch potenzielle Gefahren auf den Plan. Sicherheitskräfte erinnern sich an die Tragödie von Januar 2024, als während einer Gedenkveranstaltung für General Qassem Soleimani in Kerman zwei Sprengsätze explodierten, was zu einer Massenpanik mit 91 Toten und 280 Verletzten führte. Der Vorfall, zunächst den USA und Israel angelastet, stellte sich später als ein Angriff des Islamischen Staates heraus.

Auch diesmal könnten sich Extremisten die Aufmerksamkeit und die Menschenmassen zunutze machen. «Bereits der Anflug von Drohnen oder ein falscher Alarm könnten Panik auslösen», erklärt ein Sicherheitsanalyst gegenüber Focus.

Xi Jinping und Putin abwesend – Israel droht

An der Beisetzung werden 14'000 akkreditierte Journalisten erwartet, während Spitzenpolitiker wie Chinas Präsident Xi Jinping (73) oder Russlands Wladimir Putin (73) aus Sicherheitsgründen fernbleiben. Stattdessen entsenden beide Länder offizielle Delegationen. EU-Staaten werden voraussichtlich keine Vertreter schicken. Auch führende Köpfe von Gruppierungen wie Hamas, Hisbollah oder den Huthi werden erwartet.

Die Spannung wird durch die Ankündigung Israels verstärkt, jeden Nachfolger Chameneis, der den antiisraelischen Kurs fortführt, zu eliminieren. Israels Verteidigungsminister Israel Katz erklärte im März auf X: «Jeder vom iranischen Terrorregime ausgewählte Anführer, der den Plan zur Zerstörung Israels weiterführt, die Vereinigten Staaten, die freie Welt und Länder in der Region bedroht und das iranische Volk unterdrückt, wird ein sicheres Ziel für ein Attentat sein, ungeachtet seines Namens oder seines Verstecks.»

Modschtaba Chamenei (56), der zweite Sohn des Verstorbenen und designierte Nachfolger, könnte an den Zeremonien teilnehmen – falls sein Gesundheitszustand dies nach einer schweren Verletzung bei den Luftangriffen erlaubt.

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