Artemis 2 soll unerforschte Seite des Monds umfliegen
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Historische Fotos vom Mond?Artemis 2 soll Unerforschtes umfliegen

Am Mittwoch will die Nasa Geschichte schreiben
Was die Artemis II-Mission so besonders macht

Am 1. April 2026 startet die Nasa mit Artemis II die erste bemannte Mondmission seit 1972. Vier Astronauten, darunter eine Frau und ein Kanadier, werden den Mond umkreisen und 2,3 Millionen Kilometer zurücklegen. Auch die Schweiz und Europa mischen mit.
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Die Nasa schreibt am 1. April 2026 wieder Weltraumgeschichte.
Foto: AP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Am 1. April 2026 will die Nasa mit Artemis II zum Mond fliegen
  • Zum ersten Mal fliegen eine Frau und ein Kanadier mit
  • Blick erklärt die Mondumrundung im Detail
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Nikolina PanticRedaktorin News

Nein, es ist kein Aprilscherz: Ausgerechnet am Mittwoch soll Raumfahrtgeschichte geschrieben werden. Die Amerikaner fliegen am 1. April 2026 wieder zum Mond, wie die Nasa mitteilt. Mehr als 50 Jahre nachdem die Menschheit mit Apollo 17 am 7. Dezember 1972 das letzte Mal auf dem Mond war, soll damit eine neue Ära beginnen.

Artemis II heisst die bemannte Mondmission der Nasa, die drei Astronauten und eine Astronautin auf die Reise rund um den Mond sendet. Nach vier Verschiebungen wegen technischer Probleme steht der Nasa nichts mehr im Weg, um erneut Weltraumgeschichte zu schreiben. Das musst du zu der historischen Mission wissen.

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Artemis II – der Meilenstein im Überblick

Um 18.24 Uhr Ortszeit soll die Rakete «Space Launch System» vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida die vier Abenteurer ins All befördern. Wer den Start nicht verpassen möchte, kann am 2. April um 0.24 Uhr unserer Zeit zuschauen. Zehn Tage lang ist die Crew im All unterwegs, bevor die Orion-Kapsel wieder im Meer auf der Erde ankommt.

Die Zusammenarbeit zwischen der Besatzung im All und den Wissenschaftlern auf der Erde ermöglicht wissenschaftliche Untersuchungen und soll künftige bemannte Raumfahrtmissionen optimieren – wie beispielsweise die erste bemannte Marsmission, die Nasa auch als Ziel aufführt. 

Das musst du zur historischen Mondmission wissen

Missionsprioritäten
Artemis II verfolgt laut Nasa fünf Hauptprioritäten:

  1. Crew: Die Fähigkeit der Systeme und Teams demonstrieren, die Flugbesatzung während des Fluges und bei ihrer Rückkehr zur Erde zu unterstützen.
  2. Systeme: Demonstration der Systeme und Abläufe, die für eine bemannte Mondmission unerlässlich sind. Dies umfasst Bodensysteme bis hin zu Hardware im Weltraum sowie Abläufe von der Entwicklung über Start und Flug bis hin zur Bergung.
  3. Hardware und Daten: Erfassung von Flughardware und -daten sowie Bewertung der Leistungsfähigkeit für zukünftige Missionen.
  4. Notfallmassnahmen: Demonstration der Leistungsfähigkeit des Notfallsystems und Überprüfung der damit verbundenen Abläufe, soweit diese ausführbar sind, wie z. B. Abbruch- und Rettungsmassnahmen.
  5. Daten und Subsysteme: Zusätzliche Ziele zur Überprüfung der Subsysteme und Validierung der Daten erfüllen.

Missionsprioritäten
Artemis II verfolgt laut Nasa fünf Hauptprioritäten:

  1. Crew: Die Fähigkeit der Systeme und Teams demonstrieren, die Flugbesatzung während des Fluges und bei ihrer Rückkehr zur Erde zu unterstützen.
  2. Systeme: Demonstration der Systeme und Abläufe, die für eine bemannte Mondmission unerlässlich sind. Dies umfasst Bodensysteme bis hin zu Hardware im Weltraum sowie Abläufe von der Entwicklung über Start und Flug bis hin zur Bergung.
  3. Hardware und Daten: Erfassung von Flughardware und -daten sowie Bewertung der Leistungsfähigkeit für zukünftige Missionen.
  4. Notfallmassnahmen: Demonstration der Leistungsfähigkeit des Notfallsystems und Überprüfung der damit verbundenen Abläufe, soweit diese ausführbar sind, wie z. B. Abbruch- und Rettungsmassnahmen.
  5. Daten und Subsysteme: Zusätzliche Ziele zur Überprüfung der Subsysteme und Validierung der Daten erfüllen.

Insgesamt legt die Crew 2,3 Millionen Kilometer zurück. Der weiteste Punkt, den sie erreichen, liegt 370'000 Kilometer weit von der Erde entfernt. Ab 7500 Kilometer hinter der erdabgewandten Seite des Mondes kann die Besatzung Erde und Mond gleichzeitig sehen. 

Die zweite Artemis-Mission im Detail erklärt.
Foto: Blick Visuals

Von Orion und der Rakete

Artemis II knüpft an den unbemannten Testflug Artemis I und will demonstrieren, dass die Rakete SLS (Space Launch System) und die Orion-Kapsel für den Einsatz im Weltraum geeignet sind. Die Astronauten und die Astronautin werden dabei in der Kapsel «Orion» sitzen.

«Es ist derzeit das einzige Raumschiff, das bemannte Flüge in den tiefen Weltraum und die schnelle Rückkehr zur Erde aus der Nähe des Mondes ermöglicht», wie die Nasa berichtet. Sowohl Rakete als auch Kapsel sind Meisterwerke: Ganze 355'056 Einzelteile halten die Kapsel zusammen. Und dennoch: Die Kapsel ist die erste, im Gegensatz zu anderen Missionen, die über eine Toilette verfügt.

Auch die Rakete ist keine gewöhnliche: Sie ist die Einzige, die in einem Start Besatzung, Raumkapsel und Fracht zum Mond befördern kann. Sie ist knapp so gross wie ein Hochhaus. Sie ist gemäss Nasa die Rakete, die die Grundlage für die bemannte Erforschung des Weltraums jenseits der Erdumlaufbahn bildet. 

Der Weg zurück

Die historische Reise endet gemäss Nasa-Plänen mit einer Landung im Meer. «Anstatt für den Rückflug einen Antrieb zu benötigen, nutzt ihre treibstoffsparende Flugbahn das Gravitationsfeld des Erde-Mond-Systems. Dadurch wird Orion für den freien Rückflugabschnitt der Mission auf natürliche Weise von der Erdanziehungskraft zurückgezogen», erklärt die Nasa.

Orion trennt das Servicemodul mit den Triebwerken vom Besatzungsmodul, wo die Astronauten sitzen, und legt dann den Hitzeschild frei. Dieser schützt die Astronauten beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre, sorgte aber in der Vergangenheit für Kritik: Der Hitzeschild der Orion-Kapsel war stärker beschädigt als erwartet. Tiefe Löcher haben sich damals bei der Landung gebildet, wie das Online-Portal scinexx.de berichtet.

Die Crew: Eine Frau, ein Kanadier und zwei Amerikaner

Kommandant Reid Wiseman (50), Pilot Victor Glover (49), Missionsspezialistin Christina Koch (47) und Missionsspezialist Jeremy Hansen (50) von der kanadischen Raumfahrtbehörde CSA – das ist die Crew, die um den Mond fliegen wird. Interessant: Zum ersten Mal sind eine Frau, eine nicht-weisse Person und ein Kanadier auf Mondmission dabei.

Mit 328 Tagen im All stellte Koch bereits den Rekord für den längsten Weltraumaufenthalt einer Frau auf und machte beim ersten Weltraumspaziergang mit nur Frauen im Einsatz mit. Für Glover wird es der zweite Raumflug sein und Hansen, der Kanada vertritt, absolviert seinen ersten Flug ins All. Wiseman fliegt zum zweiten Mal in den Weltraum.

Neue Schweizer Space-Offensive
45:06
Ex-Nasa-Zurbuchen im Interview:Neue Schweizer Space-Offensive

Ohne Europa und die Schweiz fliegt nichts

Obwohl sich die USA für ihre Weltraumerfolge lobt, findet diese Mission nicht ganz ohne Europa statt. Auch Schweizer Firmen lieferten einen Beitrag – beispielsweise die Steuermechanismen für die Solarpaneele.

Im Gegensatz zu Apollo-Zeiten liefert die Europäische Weltraumorganisation das Kernsystem, das Orion und seiner Besatzung das Lebenserhaltungssystem zur Verfügung stellt. Ohne diesen Antrieb können die Astronauten und die Astronautin nicht zum Mond fliegen – und die Besatzung keine Geschichte schreiben.

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