Höchstgelegener Zeltplatz versinkt im Abfallchaos
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Rekordansturm am Everest:Höchstgelegener Zeltplatz versinkt im Abfallchaos

Abfallberge am höchsten Zeltplatz der Welt machen fassungslos
Wenn Perlen der Natur zu Müllhalden verkommen

Der Mount Everest versinkt seit Jahren im Müll: Neue Aufnahmen zeigen das verwahrloste Camp IV, letzte Station vor dem höchsten Gipfel der Welt. Der Bergführer Saligram Aryal bemängelt fehlenden Respekt vor der Natur. Dieser ist auch andernorts zu spüren.
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Diese Bilder vom letzten Zeltplatz vor dem Mount Everest machen fassungslos.
Foto: Facebook

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Bergsteigerin Evelyne Binsack kritisierte Müllproblem am Mount Everest bereits vor drei Jahren, passiert ist (fast) nichts
  • Camp IV unweit des Gipfels ist komplett zugemüllt trotz verschärfter Regeln in Nepal
  • Müll ist auch in Bolivien, im Rhein und im Südpazifik ein Problem
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Marian NadlerRedaktor News

Drei Jahre ist es mittlerweile her, dass die Bergsteigerin Evelyne Binsack (59) im Gespräch mit Blick mit den Müll-Touristen am Mount Everest abrechnete. 2001 war sie die erste Schweizerin, die den höchsten Berg der Welt – 8848 Meter – bestieg. «Damals war alles noch sauber und anders. Der ganze Abfall, der nun da überall liegt, ist eine Schande», sagte sie damals.

Was hat sich seitdem getan? Erst im vergangenen Jahr verschärfte Nepal die Himalaya-Regeln für Touristen. Gebracht hat das aber offenbar nichts, wie neue Aufnahmen aus den sozialen Medien, die diese Woche aufgenommen wurden, beweisen.

«Die Berge sind keine Müllhalde»

Dieses Jahr wollen so viele Bergsteigerinnen und Bergsteiger wie noch nie auf den Gipfel. Dass sie dabei das Camp IV auf dem South Col, der letzten Station vor der Bergspitze, komplett zumüllen, schert viele der Gipfelstürmer nicht. Der nepalesische Bergführer Saligram Aryal verschafft seinem Ärger über die frechen Ausländer in einem Facebook-Post Luft.

«Schande über alle Bergsteiger und Expeditionsteams, die ihren Müll auf den höchsten Gipfeln der Welt zurücklassen», schreibt er zu einem Video, das den verwahrlosten Zeltplatz zeigt. «Die Berge sind keine Müllhalde. Der Everest und andere grosse Berge verdienen Respekt, keine Verschmutzung», appelliert er. Weiter fordert er: «Jeder Bergsteiger hat die Verantwortung, alles, was er mitbringt, wieder mitzunehmen und zum Schutz dieser empfindlichen Ökosysteme beizutragen.»

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Immer wieder brauchen Naturliebhaber starke Nerven, wenn es um Abfall geht. Drei weitere Bereiche, an denen der Güsel-Albtraum zur Belastung wird.

Henderson Island hat keine Einwohner – aber viel Müll

Henderson Island ist unbewohnt. Obwohl hier keine Menschen leben, findet sich auf der Insel, die im Südpazifik auf halbem Weg zwischen Neuseeland und Chile liegt, Plastikabfall aus allen anderen Teilen der Welt, wie «National Geographic» berichtet. 3500 Müllteile pro Tag landen an den unberührten Stränden des Eilandes. Dass Henderson mit seinen weissen Sandstränden zum Unesco-Welterbe gehört, scheint nicht auszureichen, um die Insel vor unserem schädlichen Verhalten zu beschützen.

Schockierende Rhein-Studie

Forscher der deutschen Universitäten Tübingen und Bonn haben im Rahmen einer Langzeituntersuchung herausgefunden, dass im Fluss Rhein viel mehr Müll schwimmt als bisher angenommen. Allein an der deutschen Grossstadt Köln treiben jedes Jahr zwischen 3000 und 4700 Tonnen Müllstücke von mindestens einem Zentimeter Länge vorbei. Das macht laut Studienleiterin Leandra Hamann von der Universität Bonn rund 53'000 Müllteile täglich, wie sie gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärte. Veröffentlicht wurde die Studie im Januar 2026 im Fachmagazin «Communications Sustainability». In Basel oder Diessenhofen TG sieht es wahrscheinlich auch nicht besser aus.

Uru-Uru-See in Bolivien versinkt im Abfall

Einst galt der Uru-Uru-See im südamerikanischen Bolivien als eine Perle der Natur. Heute ist davon nichts mehr zu merken. Seit Jahren füllt das Gewässer sich mit Dreck und Abfall und gleicht einer Müllhalde. Über Kilometer erstreckt sich der Güselhaufen im fast trockenen Seebett.

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Der Grund: In der nahe gelegenen Stadt Oruro werfen die Einwohner ihren Abfall einfach ins Wasser. Über einen Kanal landen Plastikflaschen, Schwermetalle oder Reifen im See. Zwar arbeitet mittlerweile eine von Indigenen vorangetriebene Initiative an der Renaturierung, doch eine wirkliche Wende ist nicht in Sicht.

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