Darum gehts
- Ukrainischer Geheimdienst meldet Zerschlagung der Achmat-Truppe von Februar bis April
- Dank Abhörgerät in Kommandostabsraum gezielte Angriffe auf Kadyrows Kämpfer möglich
- 41 Tote, 87 Verwundete, über 160 zerstörte Fahrzeuge und 25 Drohnen
Der militärische Nachrichtendienst HUR hat am Freitag auf Telegram Details zu einer «einzigartigen Spezialoperation» veröffentlicht. Von Februar bis April 2026 haben diverse Spezialeinheiten demnach «eine umfassende Operation zur Vernichtung» der tschetschenischen Söldnertruppe Achmat durchgeführt. Die Kämpfer des tschetschenischen Machthabers Ramsan Kadyrow (49) sollen im Raum Sumy in der Ukraine im Einsatz gewesen sein.
Anfang 2025 sollen Militärgeheimdienstler Kontakt zu einem ehemaligen Achmat-Soldaten aufgenommen haben. Der Überläufer soll ein Abhörgerät im Besprechungsraum der Achmat-Einheit platziert haben. Die Folge: Der HUR konnte alle Gespräche des Kommandostabs der Kadyrow-Kämpfer mithören.
Kadyrow schickt direkt Nachschub
«Dank der umfassenden Kenntnis der Pläne und Möglichkeiten des Feindes konnten ukrainische Spezialeinheiten die Kadyrow-Kräfte während ihrer Bewegungen und in ihren Sammelgebieten gezielt angreifen», verkünden die Geheimdienstler jetzt in einem Beitrag. Innert zwei Monaten soll die Achmat-Truppe die grössten Verluste seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine erlitten haben. 41 Tote, 87 Verwundete stehen zu Buche. Mehr als hundert weitere Söldner sollen vermisst sein.
Zudem wurden über 160 gepanzerte Fahrzeuge und Kraftfahrzeuge, mehr als 25 Drohnen verschiedener Typen sowie Kommunikationsmittel, elektronische Kampfführungs- und Aufklärungssysteme, Ingenieurausrüstung und -technik, Waffen- und Treibstofflager sowie weitere Kriegsmittel zerstört oder beschädigt, vermeldet der Ukraine-Geheimdienst. Die Angaben liessen sich nicht unabhängig verifizieren.
Weder Achmat-Chef Apti Alaudinow (52), von dem einige Aussagen aus dem Kommandostand von den Ukrainern geleakt worden waren, noch Kadyrow äusserten sich zunächst zu dem Militärschlag. Alaudinow veröffentlichte am Samstag mehrere Videos, in denen angeblich Bunker und Fahrzeuge der Ukrainer im Gebiet Sumy zerstört wurden. Kadyrow lobte unterdessen, dass ein weiteres Flugzeug mit «patriotischen Freiwilligen» an die Front unterwegs sei.