Weltweit einzigartig
In der Ukraine geht plötzlich ein Passagierflugzeug auf Drohnenjagd

Die Antonow An-28 wird in der Ukraine zur Waffe: Das sowjetische Kurzstreckenflugzeug, bekannt als Nachfolgerin der «Biene», soll künftig russische Drohnen abwehren. Die Technik dahinter ist revolutionär.
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Flugzeuge dieses Typs gehen auf Drohnenjagd.
Foto: SDASM Archives

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ukraine nutzt Antonow An-28 als Drohnenjäger gegen russische Angriffe
  • Abfangdrohnen kosten 1000 bis 3000 Euro und fliegen 300 km/h
  • Flughöhe bis 5000 Meter, Geschwindigkeit maximal 450 km/h
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Janine EnderliRedaktorin News

Sie gilt als Passagierflugzeug, kann 18 Personen transportieren und ist für Kurzstrecken konzipiert: die Antonow An-28 aus der Sowjet-Zeit. Heute wird die Maschine, die auch als Nachfolgerin der «Biene» (An-14) bekannt ist, vielseitig eingesetzt. Nun bekommt sie eine spezielle Aufgabe: Sie wird zum Drohnenjäger umfunktioniert. Ein wichtiger Titel, denn Kiew braucht Methoden, um sich vor russischen Killer-Drohnen zu schützen. 

Flugzeugingenieure haben laut einem Bericht des Magazins «The War Zone» unter den Flügeln der Antonow mehrere Abfangdrohnen montiert. Damit sollen feindliche Geschosse abgewehrt werden. Bei einem positiven Signal nimmt die Maschine sofort die Verfolgung der russischen Langstreckendrohnen auf. Besonders dabei: Im Innern der Maschine fliegt ein Drohnenpilot mit, der die Drohnen jeweils aktiviert.

Klein, billig, schnell

Die kleinen Drohnen fliegen dann mit rund 300 km/h den Schahed-Drohnen hinterher. Diese flinken Jäger kosten Schätzungen zufolge nur zwischen 1000 und 3000 Euro (rund 920 bis 2700 Franken). Die Antonow kann sich derweil in Sicherheit bringen. 

Sowohl die Ukraine als auch Russland lancieren immer wieder neue Technologien, die ihnen an der Front den entscheidenden Vorteil bringen sollen. Dieser «Wettlauf» führt zu immer neuen Taktiken und Strategien, mit denen die Armeen ihre Feinde ausser Gefecht setzen wollen. 

«Hat sich unter realen Kampfbedingungen bewährt»

«Die vom Flugzeug abgefeuerte Abfangdrohne P1-Sun wird gegen feindliche Schaheds eingesetzt. Diese Methode hat sich bereits unter realen Kampfbedingungen bewährt. Wir haben im Rahmen von Trainingsflügen auch mehrere andere Abfangdrohnen getestet. Man könnte sie als kostengünstige Luft-Luft-Rakete bezeichnen», schreibt der ukrainische Pilot Tymur Fatkullin auf Instagram. 

Durch die Höhe und Geschwindigkeit des Flugzeugs haben die Drohnen eine höhere kinetische Energie und können die russischen Killerdrohnen effizienter abfangen. Sie können auf einer Höhe von bis zu 5000 m ü. M. und maximal 450 km/h schnell fliegen. 

Gleichzeitig befinden sich an Bord auch Kanonen, die zum Drohnenabschuss beitragen können. 

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