Zollstreit eskaliert komplett
Trump verhängt Importverbot auf Wodka und Bier aus Kanada

Ab dem 29. September gelten neue Importverbote für kanadische Produkte wie Wodka, Bier und Milchprodukte. US-Präsident Donald Trump (80) erhöht damit den Druck auf Kanada. Noch gibt sich der nördliche Nachbar gelassen. Ab 2027 könnte es aber kritisch werden.
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Der Zollstreit mit Kanada geht in die nächste Runde.
Foto: IMAGO/dts Nachrichtenagentur

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Trump verhängt Einfuhrverbote für kanadische Produkte ab 29. September
  • Kanada kontert mit Gegenzöllen auf US-Waren im Wert von 15 Milliarden Franken
  • Ab 2027 drohen 50-Prozent-Zölle auf Autos, falls kein Handelsdeal erfolgt
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Der Handelskrieg zwischen den USA und Kanada wird immer heftiger. US-Präsident Donald Trump (80) verschärft den Druck auf den nördlichen Nachbarn – und greift nun zu Einfuhrverboten. Ab dem 29. September dürfen bestimmte kanadische Produkte nicht mehr in die USA importiert werden. Darunter: Wodka, Bier und Wein.

Doch damit nicht genug. Von Trumps neuen Dekreten betroffen sind auch Motorräder, Mopeds und bestimmte Milchprodukte wie Molkenprotein. Der Wert der betroffenen Waren soll im einstelligen Milliarden-Dollar-Bereich liegen. Zusätzlich hat Trump US-Bundesbehörden angewiesen, künftig keine kanadischen Produkte mehr einzukaufen. Washington will damit Ottawa im festgefahrenen Zollstreit zum Einlenken zwingen.

Haushaltsgeräte und Papier teurer

Doch Kanada knickt nicht ein und schlägt zurück. In der Nacht auf Dienstag traten Gegenzölle auf amerikanische Waren in Kraft. Auf Stahl und Aluminium, Haushaltsgeräte, landwirtschaftliche Maschinen, Papier und Elektronik werden teilweise bis zu 50 Prozent aufgeschlagen. Betroffen sind US-Waren im Wert von 27,6 Milliarden kanadischen Dollar – umgerechnet rund 15 Milliarden Franken.

Bei aller Härte: Kanadas Handelsminister Dominic LeBlanc (58) signalisiert auch immer wieder Gesprächsbereitschaft. Wenn die USA zu Verhandlungen bereit seien, wolle Kanada konstruktiv an einer für beide Seiten vorteilhaften Handelsbeziehung arbeiten, sagt er. Allerdings nur unter vollständiger Wahrung der kanadischen Souveränität.

Ab 2027 wirds ohne Deal richtig hart

Der Konflikt zwischen den beiden Nachbarn schwelt schon länger. Nachdem Handelsgespräche gescheitert waren, verhängten die USA im August Zölle von bis zu 50 Prozent auf kanadische Waren im Wert von rund 20 Milliarden Dollar. Damals traf es unter anderem Hockeyschläger, Möbel, Honig und Wein.

Und der nächste Hammer droht bereits: Trump stellt ab 1. Januar 2027 50-Prozent-Zölle auf Autos, Lastwagen, Autoteile und Stahl in Aussicht, falls es bis dann keinen Deal gibt. Dann wirds richtig hart für Kanada. Denn: 85 Prozent der kanadischen Autoexporte gingen 2024 in die USA.

Trump behauptet, Kanada habe die USA jahrelang «ausgebeutet» und Amerika sei auf den Handel mit dem Nachbarn nicht angewiesen. Das ist falsch: Kanada ist der zweitgrösste Handelspartner der Vereinigten Staaten.

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