Darum gehts
- Wegen des tiefen Wasserstands streicht die ZSG mehrere Verbindungen auf dem Zürichsee und der Limmat per sofort
- Die Station Insel Ufenau wird bis auf Weiteres nicht angefahren, der Ufenau-Shuttle fällt komplett aus
- Ab Mittwoch verkehren die kleine und grosse Seerundfahrt nur noch eingeschränkt
Anhaltende Hitze und Trockenheit bringen auch die Gewässer an ihre Grenzen: Im westlichen Teil des Bodensees hat es diesen Sommer so wenig Wasser wie nie zuvor seit Messbeginn 1850. Und der Rheinpegel ist derzeit so tief, dass der Fluss für die Schifffahrt bald zweigeteilt sein könnte – mit gravierenden Folgen für die Wirtschaft.
Auch der Zürichsee und die Limmat ächzen unter der Gluthitze. Das zwingt die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) nun zum Handeln. Der Betrieb stellt gewisse Verbindungen temporär und per sofort ein, wie die ZSG am Dienstag mitteilt. Zuerst berichtete «20 Minuten» über die Massnahmen.
Am heutigen 11. August fallen demnach die Limmatboot-Rundfahrt sowie die kleine Seerundfahrt vom Zürcher Bürkliplatz bis Thalwil ZH respektive Erlenbach ZH komplett aus. Grund dafür sei die «Gefahr von Grund- und Fundamentberührungen» aufgrund des Wasserpegels, so der Betrieb. Heisst kurz und knackig: Es hat zu wenig Wasser!
Ab morgen Mittwoch wird die kleine Seerundfahrt mit Einschränkungen wieder aufgenommen. Zwei Kurse (41 und 71) fallen vorübergehend aus. Gleiches gilt für die grosse Seerundfahrt bis nach Rapperswil-Jona SG, dort sind die Kurse 103 und 104 betroffen. Die Limmatschiffe fahren weiter nicht.
Insel Ufenau und Ufenau Shuttle bis auf weiteres gesperrt
Ausserdem halten die ZSG-Schiffe bis auf weiteres nicht an der Station Insel Ufenau. Das Ufenau-Shuttle fällt komplett aus. Zu tief dürfte der Holzsteg an der Insel liegen, als dass noch ein komfortabler Zugang an Bord möglich wäre. Aus diesem Grund musste die Schifffahrtsgesellschaft am 6. August bereits die Station Küsnacht-Heslibach schliessen, wie eine Sprecherin gegenüber dem «Tages-Anzeiger» mitteilte.
Um das Zugangsproblem zu lösen, will der Betrieb nun für kurze Strecken grössere Schiffe einsetzen, die eigentlich für die grosse Seerundfahrt zum Einsatz kommen. Auch werde geprüft, ob die Insel Ufenau durch eine bauliche Vorrichtung weiterhin angefahren werden kann, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Die einstündige Mini-Seerundfahrt bis nach Zollikon/Wollishofen ist von den Ausfällen und Anpassungen nicht betroffen.