Ungewollte Gebühren, Ärger und Wartezeiten
Kündigungen wegen teureren Abos sorgen für Chaos bei Swisscom

Preiserhöhung mit Folgen: Tausende Kunden machen vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch und wechseln von der Swisscom zu einem neuen Anbieter. Obwohl der Telekom-Riese im Verzug ist mit der Übertragung der Telefonnummern, brauche sich niemand Sorgen machen, sagt er.
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Die Swisscom erhöht ab dem 1. April die Abopreise für Privatkunden.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die Swisscom erhöht ab 1. April 2026 ihre Tarife für Millionen Kunden und Kundinnen
  • Die wechselnden Kunden nutzten ihr Sonderkündigungsrecht, die Swisscom kämpft mit Portierungsproblemen
  • Preiserhöhung: Internet und Mobilfunk plus 1.90 Franken, TV plus 0.90 Franken
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Ulrich RotzingerWirtschaftschef

Absolut kein 1.-April-Scherz! Jetzt ist die umfangreichste Preiserhöhung der Swisscom in Kraft getreten. Millionen Schweizerinnen und Schweizer, die ein Abonnement bei der Nummer eins der Schweizer Telekom-Anbieter haben, sind betroffen. Sie müssen nun tiefer in die Tasche greifen. Die Abonnements für Internet und Mobilfunk werden um 1.90 Franken pro Monat teurer, jene für TV und Festnetztelefonie steigen um 90 Rappen.

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Doch etliche Kundinnen und Kunden haben nicht mitgespielt, wie Blick weiss. Sie machten vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch, um per 31. März 2026 aus ihren teuren Verträgen herauszukommen. Ein Anbieterwechsel – selbst wenn das Abo eigentlich noch monatelang laufen würde, ist bei Einhalten der Frist kostenlos.

«Nun herrscht bei der Swisscom ein mittleres Chaos», sagt ein Betroffener. Der Telekom-Riese sei massiv im Rückstand mit der Umstellung von Nummern – im Fachjargon: Nummernportierung – auf den neuen Anbieter. Ein weiterer Betroffener erfuhr von seinem neuen Telekom-Anbieter, dass die Swisscom im Verzug mit den Portierungen ist. Wieder andere beschweren sich, dass ihnen Gebühren aufgebrummt worden seien, weil sie den Vertrag vor Ende der Laufzeit gekündigt hatten.

Die Swisscom bestätigt Probleme bei den Kündigungen

Offenbar sind es überdurchschnittlich viele, die ihre Swisscom-Verträge gekündigt haben und die Telefon- oder Handynummer zum neuen Anbieter mitnehmen möchten. Die Swisscom sagt dazu zwar, die Anzahl der Kündigungen liege im Rahmen der Erwartungen. Mit wie vielen der Konzern gerechnet hat, verrät er nicht.

Der blaue Telekom-Riese bestätigt jedoch, dass es Probleme rund um die Vertragskündigungen gibt. Swisscom-Mitarbeitende mussten nachbessern, «allfällige ungewollte Gebühren oder längere Kündigungsfristen» manuell korrigieren.

«Wir haben beobachtet, dass die Kündigungen eher kurzfristiger erfolgten und nicht gleich zu Anfang mit der Information zur Preisanpassung eingereicht wurden», sagt Sprecherin Annina Merk. Damit bei der Kündigung und der Nummernportierung alles glattlaufe, sei es wichtig, dass «die Kunden zuerst bei uns mit Verweis aufs Sonderkündigungsrecht kündigen und erst dann einen Portierungsauftrag veranlassen». Das ist offenbar nicht immer so erfolgt.

Eine gute Woche kann es noch dauern

Laut Swisscom ist eine Portierung systembedingt nicht auf den gleichen oder nächsten Tag möglich – unabhängig von der aktuellen Situation oder dem Anbieter.

Eine Portierung dauert rund fünf bis sieben Arbeitstage. «Das heisst, mit den Feiertagen verzögert sich die Portierung nun etwas, wenn Kunden erst auf den letzten Tag ihre Kündigung und den Portierungsauftrag eingereicht haben», sagt Merk. Bis die Portierung abgeschlossen ist, soll die Nummer aber auch nach Vertragsende noch funktionieren.

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