Darum gehts
- Revolut kämpft seit Dienstagmorgen mit einem Totalausfall
- 1,3 Mio. Kunden sind betroffen
- Auch Zahlungen mit Karten sind blockiert
Seit Dienstagmorgen gibts Probleme bei der Neobank Revolut. Blick-Leser Bruce Neuburger (26) aus Muri bei Bern verbringt derzeit ein paar Tage in Polen. Und sitzt in Sachen Geld auf dem Trockenen. «Revolut hat einen Totalausfall, die App funktioniert nicht mehr», berichtet er. «Wir haben unser ganzes Geld auf Revolut verschoben, damit wir in Polen einfacher zahlen können», sagt er. «Jetzt stehen wir buchstäblich ohne Geld da und ohne irgendwelche Zahlungsmöglichkeiten!», schildert er verzweifelt.
Ein weiterer Leser macht Blick auf die Störung aufmerksam. «Ich komme bei Revolut aktuell nicht mehr an mein Geld», sagt er. «Alles ist blockiert, auch das Zahlen mit Karte funktioniert nicht. Und so eine Bank will eine Schweizer Banklizenz?», schimpft er. Mitte September hat Revolut eine solche beantragt. Die Neobank will mit über 1,3 Millionen Kunden den Markt erobern. Mit Schweizer IBANs, Lohnkonten und eBill plant das Fintech, den etablierten Banken Konkurrenz zu machen.
Grund fürs Problem liegt bei Google
Was ist da los? Ein Sprecher von Revolut sagt zu Blick: «Wir verzeichnen derzeit eine Störung, die mehrere Dienste betrifft.» Er betont: «Wir können bestätigen, dass sämtliche Gelder und Daten unserer Kunden sicher sind. Wir arbeiten seit der Feststellung heute Morgen an der Behebung des Problems.» Der Sprecher entschuldigt sich bei allen Betroffenen für die Unannehmlichkeiten.
Der Grund fürs Problem liegt bei Google, wie Focus berichtet. Ein grösserer Ausfall von Google-Cloud-Diensten in Grossbritannien hat zu massiven technischen Störungen im europäischen Raum geführt – mit Folgen für Bankkunden.
Etwa für Martina Braas. Die Blick-Leserin meldet sich aus Dänemark. «Ich wollte heute Morgen den Campingplatz bezahlen und musste feststellen, das meine Kreditkarte nicht funktioniert», berichtet sie. Und ärgert sich: «Was mache ich denn jetzt? Ohne das Geld kann ich gar nichts – weder essen kaufen noch tanken!»
«Zum Glück hats mit der Mastercard geklappt»
Ähnlich ergeht es Blick-Leser Frank Imholz. Er berichtet aus Spanien. «Ich wollte heute mit Revolut mein Benzin bezahlen.» Das sei aber abgelehnt worden, per App und mit Karte. «Zum Glück hat es dann mit der Mastercard geklappt!».
Und Bruce Neuburger? Der hat derweil bei der Familie in der Schweiz Hilfe geholt. Die überweist ihm Geld auf ein gutes, altes Kantonalbank-Konto.
+++ Update folgt +++