Sind meine alten Briefmarken nun wertlos?
Blick klärt die wichtigsten Fragen zum Briefpreis-Schock

Briefe schreiben wird ab 1. Januar 2027 teurer: A-Post kostet 1.40 Franken, B-Post 1.10. Aufgepasst: Eine Übergangs- oder Kulanzfrist gewährt die Post nicht.
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Ab Januar 2027 kosten A- und B-Briefe mehr.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Post erhöht Briefpreise ab 1. Januar 2027 auf 1.40 Franken für A-Post.
  • Alte Briefmarken bleiben gültig, benötigen jedoch Ergänzungsmarken.
  • Neue Briefmarken ab Ende November 2026 im Postshop online erhältlich.
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Bernadette HoggRedaktorin Wirtschaft

In der Schweiz werden immer weniger Briefe verschickt. Damit begründet der gelbe Riese seine jüngste Preiserhöhung. Ein A-Post-Brief bis 50 Gramm kostet ab nächstem Jahr 1.40 statt 1.20 Franken, ein A-Post-Brief über 50 Gramm sogar 1.70 statt 1.20 – ein Plus von über 40 Prozent. Die langsamere B-Post kostet 1.10 statt 1 Franken. Die Tariferhöhung gilt ab dem 1. Januar 2027 bis Ende 2029. Wer noch Briefmarken in der Schublade hat, muss nun aufpassen. Blick beantwortet die wichtigsten Fragen:

Kann ich die alten Briefmarken weiterbenutzen?

Die Briefmarken sind weiterhin gültig, wie ein Sprecher der Post gegenüber Blick bestätigt. Sie müssen aber mit Ergänzungsmarken à 5, 10 oder 20 Rappen aufgestockt werden. «Diese hat die Post immer im Angebot», sagt der Sprecher, denn es sei ja nicht die erste Preiserhöhung in den letzten Jahren. Das letzte Mal wurden die Briefpreise 2022 erhöht.

Werden die Ergänzungsmarken wieder ausverkauft sein?

Nachdem die Post 2022 ihre Preise erhöhte, kam es zum Grossandrang auf die Ergänzungsmarken. Vielerorts waren die Marken deshalb eine Zeit lang ausverkauft und nicht mehr erhältlich. Das soll dieses Mal nicht passieren, versichert der Post-Sprecher: «Die Post sorgt auch dafür, dass im Rahmen der Preisanpassungen ab Januar 2027 genügend Ergänzungsmarken für die Kundinnen und Kunden erhältlich sind.»

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Wann sind die neuen Briefmarken zu haben?

Neue Tarife, das heisst auch neue Briefmarken. Wie viele neue Marken jetzt gedruckt werden müssen, wollte der Post-Sprecher nicht preisgeben. Sie richten sich nach der erwarteten Nachfrage, sagt das Staatsunternehmen und verspricht: «Die Versorgung der Kundinnen und Kunden ist sichergestellt.» Die Briefmarken werden kurz vor dem Jahreswechsel erhältlich sein: «Im Postshop online sind die Briefmarken mit den neuen Taxwerten ab Ende November 2026 bestellbar. Ab Anfang Dezember 2026 können sie die Kundinnen und Kunden auch in den Postfilialen kaufen», so der Sprecher. 

Kann ich meine alten Marken umtauschen?

Wer sich nicht mit Ergänzungsmarken abmühen will, kann seine alten Marken gegen neue umtauschen: «Ein Umtausch ist grundsätzlich möglich», so der Sprecher, «wir empfehlen aber, alte Briefmarken fortlaufend aufzubrauchen und mit Ergänzungsmarken zu kombinieren.»

Gibt es eine Übergangsphase?

Nein. Die neuen Preise gelten fix ab dem 1. Januar 2027. Die Post gewährt weder Übergangsfrist noch Kulanz, wie der Sprecher bestätigt.

Und wenn ich falsch frankiere?

«Wenn jemand eine alte A-Post-Marke verwendet, verarbeitet die Post den Brief als zu hoch frankierte B-Post», sagt der Sprecher. Und weiter: «Bei ungenügend frankierten Briefen stellt die Post dem Absender, wenn dieser bekannt ist, den Fehlbetrag in Rechnung. Wenn der Absender nicht bekannt ist, stellt die Post den fehlenden Betrag dem Empfänger in Rechnung.»

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