Seltsame Preispolitik
Heinz-Ketchup mit weniger Zucker kostet in der Schweiz mehr

Das herkömmliche Heinz-Ketchup ist hierzulande 90 Rappen günstiger als die Zuckerfrei-Varianten. Wer die Zutatenliste studiert, kommt ins Grübeln: Denn daran kann der Preisunterschied nicht liegen. Eine Spurensuche – und ein Rezept.
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Warum ist das herkömmliche Heinz-Ketchup billiger als die Varianten mit weniger Zucker? Eine Spurensuche.
Foto: Getty Images

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Andrea M. Haefely
Beobachter

Heinz-Ketchup in der 220-Milliliter-Flasche kostet schweizweit 2.75 Franken. Für die Varianten mit halb so viel oder ganz ohne Zucker verlangt der US-Konzern Kraft Heinz 3.65 Franken, also rund 30 Prozent mehr.

Etwas weglassen und dafür mehr verlangen? Ein Blick auf die Zutatenliste scheint eine Erklärung zu liefern: Ohne Zucker werden 200 Gramm Tomaten auf 100 Gramm Ketchup verarbeitet, bei der Light-Variante 174 Gramm und bei der klassischen nur 148.

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Ein Kilo Tomaten für 9 Rappen

Ein grosser Kostentreiber kann das aber nicht sein. Denn Tomaten für die industrielle Verarbeitung sind massiv billiger als jene, die es im Laden zu kaufen gibt. Der Preis für Industrietomaten, den etwa die California Tomato Growers Association (CTGA) mit verschiedenen Abnehmern jeweils aushandelt, lag 2025 bei rund 9 Rappen das Kilo. Kraft Heinz bezieht die Tomaten aus verschiedenen Ländern. Aber selbst wenn der Konzern das Doppelte bezahlen würde: Die Preisdifferenz erklärt das nicht.

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Noch mehr ins Grübeln kommt, wer über die Grenzen schaut. In Österreich etwa kosten alle drei Sorten Heinz-Ketchup gleich viel – und mit umgerechnet 1.75 Franken zudem 52 Prozent weniger als hierzulande. In Frankreich kostet die klassische Variante läppische 1.10 Franken.

Wieso kosten die Sossen bei uns viel mehr als im Ausland und die gesünderen Varianten mehr als die verzuckerte? Rechnet der Hersteller mit der Zahlungsbereitschaft der Schweizer Kundschaft? Kraft Heinz liess die Frist zur Stellungnahme ungenutzt verstreichen.

Rezept: Gesundes Ketchup selber machen

Mit Xylit sparst du rund 40 Prozent Kalorien und tust zudem den Zähnen etwas Gutes. Der Stoff kann abführend wirken, wenn man viel davon zu sich nimmt. So viel Ketchup isst man im Normalfall aber nicht, auch wenn es lecker schmeckt.

Zutaten

  • 700 ml Passata (entspricht einer grossen Flasche)
  • 2 bis 3 Esslöffel Xylit (nach Geschmack)
  • ½ Teelöffel Zimt
  • 1 bis 2 Messerspitzen Nelkenpulver (nach Geschmack)
  • 50 ml Condimento Bianco («weisser Balsamico»)
  • 1 Teelöffel Salz

Zubereitung

Alles in eine Pfanne geben, gut durchrühren und bei eher sanfter Hitze eine halbe Stunde oder bis zur gewünschten Konsistenz einkochen.

Achtung: Die Masse spritzt gerne, vor allem beim Umrühren!

Wichtig: Lasse deinen Hund nicht an Xylit: Für diese Vierbeiner ist die Substanz schon in kleinen Mengen toxisch und kann sogar lebensbedrohlich sein. Für Katzen besteht keine Gefahr.

Mit Xylit sparst du rund 40 Prozent Kalorien und tust zudem den Zähnen etwas Gutes. Der Stoff kann abführend wirken, wenn man viel davon zu sich nimmt. So viel Ketchup isst man im Normalfall aber nicht, auch wenn es lecker schmeckt.

Zutaten

  • 700 ml Passata (entspricht einer grossen Flasche)
  • 2 bis 3 Esslöffel Xylit (nach Geschmack)
  • ½ Teelöffel Zimt
  • 1 bis 2 Messerspitzen Nelkenpulver (nach Geschmack)
  • 50 ml Condimento Bianco («weisser Balsamico»)
  • 1 Teelöffel Salz

Zubereitung

Alles in eine Pfanne geben, gut durchrühren und bei eher sanfter Hitze eine halbe Stunde oder bis zur gewünschten Konsistenz einkochen.

Achtung: Die Masse spritzt gerne, vor allem beim Umrühren!

Wichtig: Lasse deinen Hund nicht an Xylit: Für diese Vierbeiner ist die Substanz schon in kleinen Mengen toxisch und kann sogar lebensbedrohlich sein. Für Katzen besteht keine Gefahr.

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