So kriegst du dank KI eine Lohnerhöhung
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HR-Managerin verrät:So gibt dir dein Chef mehr Lohn

«Schluss mit dem schleichenden Lohnverlust»
Jetzt fordern KV-Angestellte mehr Geld

Der Kaufmännische Verband Schweiz fordert 2,2 Prozent Lohnerhöhung – für tiefe Einkommen sogar noch mehr. So will er die Kaufkraft sichern. Der Verband verweist auf steigende Fixkosten und Nachholbedarf.
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2,2 Prozent mehr Lohn fordert der Kaufmännische Verband Schweiz – und übertrumpft damit die Dachorganisation Travailsuisse, die Anfang Woche eine zweiprozentige Lohnerhöhung gefordert hat.
Foto: Sven Thomann

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Kaufmännischer Verband fordert für 2027 Lohnerhöhung von 2,2 Prozent
  • Monatslöhne unter 5000 Franken sollen sogar noch mehr steigen
  • KI-Boom und Arbeitslosenzahlen könnten die Verhandlungen schwierig machen
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Mischa StünziRedaktor Wirtschaft

Krankenkassen, Mieten, Energie: Alles wird teurer. Das belastet tiefe und mittlere Einkommen besonders stark. Gleichzeitig kann man diese Kosten nicht einfach durch Verzicht wegsparen. Der Kaufmännische Verband Schweiz bläst deshalb zum Gegenangriff. Seine Ansage: «Schluss mit dem schleichenden Lohnverlust.»

Blick weiss: Der Verband fordert für nächstes Jahr eine Lohnerhöhung von 2,2 Prozent über die gesamte Wirtschaft. Damit prescht er vor und übertrifft die Forderung der Dachorganisation Travailsuisse. Sie hat Anfang Woche eine Lohnerhöhung von 2 Prozent verlangt.

Für tiefe Einkommen will der Kaufmännische Verband sogar noch mehr: Wer weniger als 5000 Franken pro Monat verdient, soll künftig monatlich 110 Franken mehr erhalten. Für einen Einstiegslohn von 4500 Franken wären das über 2,4 Prozent mehr als heute.

Knausern beim Teuerungsausgleich

Aber wie rechtfertigt der Verband seine Lohnforderung, wenn doch die Teuerung in der Schweiz seit Jahren deutlich unter 1 Prozent liegt? «Eine tiefe Inflationsrate allein garantiert noch keine stabile Kaufkraft. Entscheidend ist, was den Menschen nach Abzug ihrer laufenden Kosten bleibt», erklärt der zuständige Pascal Lamprecht (50).

Er verweist auf Untersuchungen: Zwischen 2016 und 2025 sind die verfügbaren Einkommen im Mittelstand gesunken, unter anderem, weil dort die Krankenkassenprämien besonders ins Gewicht fallen.

Zudem macht Lamprecht Nachholbedarf geltend. In den letzten Jahren hätten einige Unternehmen beim Teuerungsausgleich geknausert. «Ohne vollständigen Teuerungsausgleich sinkt die reale Kaufkraft – selbst bei zurückhaltendem Konsum», erklärt Lamprecht und warnt: «Das ist Gift für die Wirtschaft.»

Verhandeln in schwierigem Umfeld

Die Lohnverhandlungen finden dieses Jahr in einem besonders schwierigen Umfeld statt: Die Finanzbranche streicht massiv Stellen. Zudem ersetzt KI zusehends menschliche Arbeit im Büro. Die Negativtrends spiegeln sich in den Arbeitslosenzahlen: Bürokräfte sehen sich gegenwärtig mit einer Arbeitslosenrate von 3,6 Prozent konfrontiert – deutlich mehr als der Schweizer Durchschnitt von 3 Prozent.

Wenig überraschend rechnet Lamprecht dieses Jahr mit schwierigen Lohnverhandlungen. Aber: «Es gibt keine einfachen Jahre.» Das KI-Argument hält er teilweise für vorgeschoben. «Manche Unternehmen nutzen den KI-Boom auch als Vorwand für ohnehin geplante Umstrukturierungen.»

Und was sagen die Unternehmen zum anstehenden Lohnherbst? Gemäss Umfrage des KOF-Instituts der ETH rechnen sie mit einem durchschnittlichen Lohnplus von 1,2 Prozent. Für fast alle Branchen prognostizieren sie etwas geringere Lohnerhöhungen als im letzten Jahr. Am besten dürften die Angestellten im Bau abschneiden. Besonders grossen Handlungsbedarf sieht Lamprecht zudem im Detailhandel.

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