Riesenkonzern zieht nach Zürich
Kanton Aargau verliert 1000 Arbeitsplätze – Wettingen geht leer aus

Wettingen AG verliert, Otelfingen ZH gewinnt: Hitachi Energy baut seinen neuen Campus im Kanton Zürich. 1000 Arbeitsplätze wandern aus dem Aargau ab, auch Steuereinnahmen in Millionenhöhe entgehen der Gemeinde. Die Enttäuschung ist spürbar.
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Entscheid gegen den Aargau: Hitachi Energy zieht nach Otelfingen ZH.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Hitachi Energy baut neuen Campus in Otelfingen ZH statt Wettingen AG
  • Aargau verliert 1000 Arbeitsplätze, Standortförderung bedauert Entscheidung
  • Otelfingen-Campus: Start mit 1600 Arbeitsplätzen, später sollen es 3000 werden
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Bernadette HoggRedaktorin Wirtschaft

Wettingen AG geht leer aus. Im Rennen um den neuen Standort des Technologieunternehmens Hitachi Energy hat die drittgrösste Gemeinde im Aargau gegen Otelfingen ZH verloren, wie das «Badener Tagblatt» zuerst berichtet.

Der Bau wäre für das wirtschaftliche Sorgenkind des Kantons Aargau ein Lichtblick gewesen. Bis zu zehn Millionen Franken mehr hätte in den Gemeindekassen liegen können. Doch Hitachi hat sich anders entschieden. 

Rund 1000 Arbeitsplätze gehen im Aargau mit dem Entscheid verloren, wie der Kanton bestätigt. «Wir bedauern, dass diese Arbeitsplätze nicht im Kanton Aargau gesichert werden konnten», erklärt Verena Rohrer, Leiterin der Standortförderung Aargau.

Eigener Bahnhof in Otelfingen

Generell ist die Enttäuschung gross. Volkswirtschaftsdirektor Dieter Egli unterstreicht in einer Medienmitteilung des Kantons: «Natürlich hätten wir uns einen anderen Entscheid von Hitachi gewünscht. Wir sind überzeugt, dass wir gute Voraussetzungen für die erfolgreiche Ansiedlung eines Campus bieten können.»

Da ist Hitachi Energy anderer Meinung: Der künftige Campus in Otelfingen hat schon bestehende Gebäude und einen eigenen Bahnhof, wie das Unternehmen auf Anfrage betont. Da kann Wettingen nicht mithalten, obwohl die Gemeinde laut «Badener Tagblatt» einen Plan für eine neue S-Bahn-Station für Hitachi vorangetrieben hat.

Es regte sich auch Widerstand gegen das Grossprojekt: Es hätte Landwirtschaftsland zu Bauland umgewandelt werden müssen. Damit war auch die Nachbargemeinde Würenlos AG nicht glücklich. Sie fürchtete steigende Immobilienpreise und erhöhte Verkehrslast.

Wie geht es weiter?

Hitachi Energy will nun in Otelfingen die fünf heutigen Standorte bündeln. Die Mitarbeitenden aus Baden AG, Dättwil AG, Turgi-Untersiggenthal AG, Altstetten ZH und Seon AG sollen alle auf dem Campus vereint werden. Das Unternehmen hofft, dass das die Zusammenarbeit fördert.

Zu Beginn würden 1600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem 117'000 Quadratmeter grossen Campus in Otelfingen tätig sein. Später sollen es 3000 werden. Das dafür vorgesehene Areal in Wettingen bleibt nun laut Medienmitteilung des Kantons der Landwirtschaft gewidmet. 

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