Projekt gescheitert
Luzerner Anbieter von Luxus-Kreuzfahrten zieht Notbremse

Mit mehrtägigen Fahrten auf einem exklusiven Schiff wollte eine Firma den Vierwaldstättersee für reiche Touristen erobern. Das Vorhaben scheitert, die Initianten müssen die Notbremse ziehen. Schlussendlich wollte niemand investieren.
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Zur Verwirklichung kam es nie: So hätte die Rigatus aussehen sollen.
Foto: PD

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Luxus-Kreuzfahrtprojekt «Rigatus» auf dem Vierwaldstättersee scheitert an fehlenden Investoren
  • Umbau des Schiffs «Romandie 1» für 5 Millionen Franken blieb unfinanziert
  • Richtpreis der fünftägigen Reise: 4500 Franken pro Gast in Luxus-Kabinen
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Robin WegmüllerRedaktor Wirtschaft

Es hätte das Prestigeprojekt in der Zentralschweiz werden können. Der Luzerner Anbieter «Rigatus – Swiss Premium Yachting» wollte in diesem Jahr exklusive Kreuzfahrten auf dem Vierwaldstättersee anbieten. Auf dem Schiff Rigatus sollten 22 Gäste in elf luxuriösen Kabinen die Region erkunden. Die fünftägige «Königsroute» hätte von Brunnen SZ über Stansstad NW nach Luzern geführt. Der Richtpreis lag bei 4500 Franken. Dafür gibts Ausflüge und Restaurantbesuche.

Doch dazu kommt es nicht. Das Komitee versenkt das Vorhaben, bevor das edle Schiff auch nur einmal in See gestochen ist. «Das Projekt Rigatus ist in seiner ursprünglichen Idee gestorben», bestätigt Mitinitiantin Nicole Diermeier der «Luzerner Zeitung». «Obwohl wir alle Hebel in Bewegung gesetzt haben, fanden wir einfach keine Grundinvestoren.» Überraschend kommt diese Nachricht nicht. Bereits seit geraumer Zeit haben die Verantwortlichen zu kämpfen.

Schiff kam nie nach Luzern

Das grösste Problem: das Schiff. Einst war vorgesehen, das Neuenburger Kursschiff Romandie 1 zur Rigatus umzubauen. Fünf Millionen Franken hätten die Initianten dafür auftreiben müssen. «Wir sind im Gespräch mit potenziellen Investoren», hiess es noch vor zwei Jahren. Der Umbau verzögerte sich um ein halbes Jahr. Doch das Geld fehlt noch heute. Heute liegt die Romandie 1 im Broyekanal im Kanton Freiburg, wo sie im März aus noch ungeklärten Gründen sank. Zum Transport nach Luzern kam es nie.

Besonders bitter ist das für Verwaltungsratspräsident Hans Hofstetter. «Er hat die Entwicklung des Projekts mit privaten Mitteln unterstützt», sagt Tourismusexpertin Diermeier der «Luzerner Zeitung». Doch sie zeigt sich auch selbstkritisch. «Wir hätten wohl mehr Unterstützung durch Experten für die Investorenfindung benötigt.» Für das Prestigeprojekt gab es keine Referenzerfahrungen. Vielen fehlte schlussendlich der Mut. Das hat wohl auch Ruedi Bless eingesehen. Der Hauptinitiator von Rigatus sprang schon länger ab. Das Weiterkämpfen hat sich für die übrig gebliebenen Verantwortlichen nicht gelohnt.

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