Problemflieger gegroundet
Swiss schlachtet zwei Airbus A220-100 komplett aus

Die Swiss hat alle ihre Airbus A220-100 aus dem Verkehr gezogen. Zwei Maschinen werden jetzt in Frankreich zerlegt, um Ersatzteile für die restliche Flotte zu sichern. Wegen Triebwerksproblemen stehen mittlerweile auch vier Airbus A320 Neo am Boden.
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Zwei Airbus A220-100 der Swiss werden komplett zerlegt.
Foto: Sven Thomann

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Swiss groundet seit Oktober 2025 alle neun Airbus A220-100-Flieger
  • Zwei Maschinen werden in Toulouse als Ersatzteillager ausgeschlachtet
  • Swiss betreibt 21 A220-300-Flieger - was mit den A220-100 geschieht, ist unklar
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Die Swiss und ihre Airbus A220-100? Die ganz grosse Liebe wird das nie! Dabei war die Lufthansa-Tochter 2016 die erste Airline, die die damalige Bombardier C-Series in Betrieb nahm. Das Flugzeug galt als Hoffnungsträger der Luftfahrtindustrie, wurde später von Airbus übernommen und in A220-100 umbenannt. Doch so richtig durchgestartet ist die Swiss nie damit. Schuld daran sind Probleme bei den Pratt-&-Whitney-Triebwerken des Typs PW1500G.

Immer wieder blieben die Flugzeuge am Boden, weil Triebwerke überprüft oder ersetzt werden müssen. Ende Oktober 2025 zog die Airline die Reissleine und groundete alle neun Problemflieger Airbus A220-100. Die 18 Triebwerke wollte man für die grösseren A220-300 Flieger nutzen. Von diesen hat die Schweizer Fluggesellschaft derzeit 21 Maschinen im Einsatz. Damit steige die Einsatzbereitschaft der A220-300-Flotte. Das Grounding hat Folgen auf den Flugplan der Swiss: Sie streicht ab Genf Flüge nach Berlin (D), Hamburg (D) und Pristina (Kosovo).

Ab ins Ersatzteillager!

Jetzt geht die Airline noch einen Schritt weiter: Zwei Maschinen werden endgültig geopfert, wie das Aviatikportal Aerotelegraph schreibt. Die Swiss lässt die Flieger mit den Kennungen HB-JBC und HB-JBD in Toulouse (F) ausschlachten, die einstigen Hoffnungsträger enden im Ersatzteillager – obwohl sie noch längst nicht am Ende ihrer Lebensdauer angelangt sind.

So kommt die Airline an dringend benötigte Ersatzteile für den Rest der Flotte. Denn nicht nur die A220-Flotte kämpft mit Triebwerksproblemen. Auch vier Airbus A320 Neo der Swiss stehen derzeit wegen zickender Pratt-&-Whitney-GTF-Triebwerke am Boden.

Wie es mit den verbleibenden Airbus A220-100 weitergeht, ist unklar. Drei Maschinen stehen derzeit ebenfalls im südfranzösischen Toulouse. Stand jetzt scheint es unwahrscheinlich, dass sie je wieder im regulären Flugbetrieb eingesetzt werden. Einen definitiven Entscheid hat die Swiss aber noch nicht getroffen.

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