Zürcher Detailhändler rüsten sich für den Alkohol-Ansturm
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Bier, Vodka und Co:Zürcher Detailhändler rüsten sich für den Alkohol-Ansturm

Preiswahnsinn an Street Parade
Coop und Co. machen Riesen-Reibach mit Alkohol – zumindest bis 22.00 Uhr

Ab 13 Uhr fliesst heute an der Street Parade wieder jede Menge Alkohol. Davon profitieren nebst den Veranstaltern vor allem die Detailhändler. Sie machen während des Mega-Events wohl den grösseren Reibach – und stellen dafür extra das Sortiment um.
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Heute findet die 33. Ausgabe der Street Parade statt.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Rund eine Million Besucher feiern heute Samstag die 33. Street Parade in Zürich
  • Coop, Lidl, Aldi und Denner stocken kräftig beim Alkohol auf
  • Bei den Preisen gibt es grosse Unterschiede: Bier an der Parade kostet 9.50 Franken vs. 1.90 Franken im Coop
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Nathalie BennRedaktorin Wirtschaft

Gegen eine Million Menschen tanzen heute wieder um das Zürcher Seebecken und zelebrieren die 33. Ausgabe der Street Parade. Die Veranstalter der Mega-Parade erwarten einen Riesen-Ansturm. Diesen Eindruck hat, wer am frühen Samstagmorgen aus dem Zürcher Bahnhof Stadelhofen kommt: Für die feierlustigen Besucher steht alles bereit. Marktstände, Bühnen und Bars wurden aufgebaut, dicke Beton-Poller, die als Fahrzeugsperren dienen, sind platziert.

Auf das Partyvolk – und vor allem ihren Durst – freuen sich auch die grossen Detailhändler. Coop, Lidl, Aldi oder Denner sind in nächster Umgebung des Sechseläutenplatzes sowie beim Bahnhof Stadelhofen genau dort platziert, wo von 13 Uhr bis in die frühen Morgenstunden getanzt und gefeiert wird.

Sie sind entsprechend vorbereitet: In der Aldi-Filiale am Bahnhof Stadelhofen sind die Kühlregale prall gefüllt mit Bier, Prosecco oder Soft-Drinks, wie Bilder von Blick-Leserreportern zeigen. Wo es sonst Früchte, Gemüse und Fleischprodukte zu kaufen gibt, liegen heute Six-Packs und Alcopops sowie Nüssli, Guetzli und Gummibärli für den kleinen Hunger. Ähnlich präsentiert sich die Lage im Coop am Bahnhof Stadelhofen: Die Convenience-Abteilung, wo es sonst frische Salate, Sandwiches oder Suppen gibt, haben die Angestellten komplett ausgeräumt. An ihre Stelle rückten Corona-Bier, Smirnoff Ice oder White Claw Seltzer. An der Kasse stapelt sich literweise Wodka und Schnaps. 

9.50 Franken für eine Dose Bier

Für die Grossverteiler ist der Alkoholverkauf an diesem Samstag ein lukratives Geschäft – zumindest bis zum Ladenschluss um 22.00 Uhr. Denn wer sich auf dem Weg zur Parade bei ihnen eindeckt, zahlt nur einen Bruchteil der Preise an den offiziellen Marktständen der Street Parade. Einige Beispiele: Eine Dose Heineken (0,5 Liter) kostet 9.50 Franken. Für Desperados, Smirnoff Ice und Prosecco in der Büchse legt man 11 Franken auf den Tisch. Longdrinks à 40 Milliliter kosten 16 Franken.

Im Coop bezahlt man für die Halbliterdose Quöllfrisch 1.90 Franken, für besagten Smirnoff-Ice-Drink 2.60 Franken. Auch Soft-Getränke sind an der Parade nicht günstig. Ein Mineral gibts für 6, ein Cola für 7.50 Franken. Das Depot von 2 Franken ist da noch nicht eingerechnet. Bei den Grossverteilern kosten Cola, Citro und Redbull rund vier Mal weniger.

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Nach Migros-Abfuhr schnappt sich Coop Partnerschaft

Dass die Händler als Trittbrettfahrer so stark mitverdienen, kommt bei den Veranstaltern nicht nur gut an. Der Verein Street Parade ruft die Besucher immer wieder dazu auf, die Getränke an den offiziellen Ständen zu kaufen. Das sei wichtig, weil der Verein die hohen Kosten für die Organisation der grössten Techno-Party der Welt selbst schultern muss. Diese würden grösstenteils durch den Verkauf von Getränken gedeckt.

Ob aus Sicht der Veranstalter eine finanzielle Beteiligung der stark profitierenden Detailhändler angebracht wäre? Dazu sagt Mediensprecher Stefan Epli lediglich: «Wir befinden uns im aktiven Austausch und werden diesen auch weiterhin konstruktiv vorantreiben.»

Dieses Jahr ist einer der Profiteure erstmals auch Geldgeber. «Mit Coop haben wir einen neuen Hauptpartner gewonnen», so Epli gegenüber Blick. Vergangenes Jahr liess die Migros die Mega-Veranstaltung nach sechs Jahren Beteiligung fallen. Der orange Riese hat den Sponsoring-Vertrag nicht verlängert. Jetzt springt die Konkurrenz in die Bresche. 

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