Darum gehts
- Krankenkassenprämien steigen 2027 um durchschnittlich 3,7 Prozent in der Schweiz
- Comparis: Gesundheitskosten wuchsen 2026 um 3,6 Prozent
- Versicherte mit 300-Franken-Franchise können bis Juni Krankenkasse wechseln
Nach drei Schockjahren in Folge und einem Schöckchen in diesem Jahr gibt es jetzt gute Nachrichten von der Prämienfront: Die Grundversicherung der Krankenkassen verteuert sich 2027 durchschnittlich um noch 3,7 Prozent. Das besagt eine erste Prognose des Internetvergleichdienstes Comparis.
Laut dessen Gesundheitsexperten Felix Schneuwly (65) bewegt sich damit der Prämienanstieg im kommenden Jahr «weiter in Richtung Kostenwahrheit». Die Comparis-Prognose beruht auf Gesundheitsdaten des KOF-Instituts. Im laufenden Jahr sollen die Gesundheitskosten in der Schweiz um 3,6 Prozent und 2027 um 3,5 Prozent steigen.
Generika statt Originalpräparate verlangen
«Das Wachstum des für die Krankenkassenprämien relevanten Kostenanteils ist jeweils etwas höher als das der gesamten Gesundheitskosten», sagt Schneuwly. Weil der Leistungskatalog der Grundversicherung stetig ausgebaut werde. Jüngste Beispiele seien die psychologische Psychotherapie, Abnehmspritzen und die Angehörigenpflege, so der Experte.
Seine Tipps für Versicherte: Wer eine Franchise von 300 Franken hat, darf bis Ende Juni kündigen und zu einer günstigeren Krankenkasse wechseln. Aber Achtung: Franchise und Versicherungsmodell dürfen dabei nicht gewechselt werden.
Zudem lohne es sich immer, den verschreibenden Arzt oder die abgebende Apotheke nach Generika zu fragen.