Piaget-Chef Benjamin Comar
Einst reiste er mit 12 Franken am Tag um die Welt – heute verkauft er Luxusuhren

Benjamin Comar lieh sich nach dem Studium Geld von einer Bank und ging damit ein Jahr lang auf Reisen. Zudem ist er Backgammon-Fan und wäre heute gern Geheimdienstchef.
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Benjamin Comar leitet seit fünf Jahren den Uhren- und Schmuckhersteller Piaget.
Foto: Niels Ackermann

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Benjamin Comar, Juwelier und Uhrmacher, spricht über Kreativität und Inspiration
  • Er reiste einst ein Jahr mit 4300 Franken durch die Welt
  • Lieblingszitat: «Ich kann es nicht, aber wir können es»
Marc Kowalsky
Bilanz

Herr Comar, was stört Sie an Ihrer Branche?
Benjamin Comar: Vielleicht die Vereinheitlichung der Branche; aber sie bietet uns mit unserer doppelten Kultur als Juwelier und Uhrmacher die Möglichkeit, unserer Kreativität freien Lauf zu lassen.

Artikel aus der «Bilanz»

Dieser Artikel wurde erstmals in der «Bilanz» publiziert. Weitere spannende Artikel findest du unter bilanz.ch.

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Was fasziniert Sie an Backgammon?
Backgammon ist ein fantastisches Spiel, weil auf lange Sicht die Strategie immer über das Würfelglück siegt.

Das Brettspiel Backgammon.
Foto: Getty Images

Der beste Tennisspieler aller Zeiten?
Ich halte nichts von dieser «GOAT-Manie». Beim Sport geht es um den Moment, die Spannung, die Leidenschaft. Jede Epoche ist anders – wenn man sich ein Spiel aus den 1990er-Jahren ansieht, wird man sehr enttäuscht sein, und man kennt ja die Ergebnisse.

Das Verrückteste, was Sie je getan haben?
Nach dem Studium habe ich mir 30’000 Francs (4300 Franken) von einer Bank geliehen, um mit einem Freund auf Reisen zu gehen. Meiner Mutter sagte ich, es sei nur für ein paar Monate, aber ich kam erst ein Jahr später zurück. Absolute Freiheit mit zwölf Franken pro Tag alles inklusive. Wahre Freude!

Der beste Ratschlag, den Sie je bekommen haben?
Versuche nicht, wie andere zu sein, sei du selbst.

Als Kind wollten Sie sein wie …?
Carl Sagan, der fabelhafte Astrophysiker; eine Mischung aus Wissenschaft, Träumen und Philosophie.

Ihr Lieblingskünstler?
Ugo Rondinone, wegen seines facettenreichen Talents, das von Landschaftskunst bis zur Musik reicht. Und weil er alle möglichen schweren Materialien auf so romantische Weise einsetzt, wie zum Beispiel bei seinen «Seven Magic Mountains».

Ihr erstes Auto?
Ein Renault 5 GTL in Metallic-Grau für 800 Euro aus dem Jahr 1984 – ich habe ihn geliebt.

Der Renault 5 GTL.
Foto: PR

Mit welcher berühmten Persönlichkeit würden Sie gern post mortem zu Abend essen, und warum?
Mit Prince, einem wahren Genie, das alle seine Songs im Aufnahmestudio selbst eingespielt hat.

Musiker Prince.
Foto: Getty Images

Welches Talent besässen Sie gern?
Zeichnen, Singen und Klavier spielen. Es ist frustrierend, darin so schlecht zu sein.

Ein Ort der Inspiration?
Die Wüste in Namibia.

Ihr Motto?
«Ich kann es nicht, aber wir können es.»

Wer oder was wären Sie gern für einen Tag?
Chef eines Geheimdiensts wie der CIA, des MI5 oder der Direction générale de la Sécurité extérieure DGSE – faszinierend!

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