«39% – das war erwartbar»
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Karin Keller Sutter:«39% – das war erwartbar»

Nach Trumps Zollhammer
Emmi erhöht die US-Preise für den Gruyère

US-Käseliebhaber müssen tapfer sein: Emmi reagiert auf Trumps Zollhammer mit Preiserhöhungen für AOP-Käse wie Gruyère auf dem US-Markt. Der Milchverarbeiter produziert zwar hauptsächlich lokal in den USA, muss aber für Schweizer Spezialitäten die Preise anpassen.
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Emmi erhöht in den USA die Käsepreise.
Foto: PD

Das dürfte amerikanischen Käseliebhabern gar nicht schmecken! US-Präsident Donald Trump (79) hat in der Nacht auf den 1. August einen Zollsatz von 39 Prozent für die Schweiz festgesetzt. In Kraft treten soll er am 7. August. Jetzt reagiert Emmi. Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AWP kündigt die Milchverarbeiterin und Käseproduzentin an, die Preise für Käse mit AOP-Qualitätssiegel wie Gruyère für den US-Markt zu erhöhen.

Als «dezentral» aufgestelltes Unternehmen produziere die Emmi Gruppe zwar primär lokal und sei daher mit Produktionsanlagen in den USA nicht direkt von den Zöllen betroffen, heisst es in einer Stellungnahme vom Montag.

«Erneute Anpassung der Preise»

Insbesondere aus der Schweiz exportierte Käsespezialitäten wie Gruyère AOP seien aber durchaus von den neuen Handelszöllen betroffen. Daher habe man bereits im zweiten Quartal dieses Jahres aufgrund der zoll- und wechselkursbedingten Entwicklung Preiserhöhungen für diese Käsespezialitäten vorgenommen.

«Die neuen Rahmenbedingungen erfordern nun eine erneute Anpassung der Preise», schreibt Emmi. Der vor allem in der Milchverarbeitung tätige Nahrungsmittelhersteller ist den Angaben nach seit 2008 in den USA tätig. Rund 85 Prozent des US-Umsatzes werde in den USA produziert, heisst es dazu.

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