Nach Denner-Knall
Auch Lidl-Chef tritt überraschend ab!

Am Donnerstag gab der Denner-CEO seinen Posten auf. Jetzt tritt auch der Chef von Lidl Schweiz ab. Nicholas Pennanen wechselt in eine internationale Rolle bei der Lidl Stiftung. Sein Abgang überrascht.
Kommentieren
1/10
Der Abgang von Nicholas Pennanen (40) – Chef von Lidl Schweiz – überrascht.
Foto: Philippe Rossier
RMS_Portrait_AUTOR_1058.JPG
Ulrich RotzingerWirtschaftschef

Nächster Paukenschlag bei den Discountern: Lidl-Schweiz-Chef Nicholas Pennanen (40) verlässt das Unternehmen. Nach nicht einmal drei Jahren an der Spitze. Eben erst erklärte der gebürtige Finne im grossen Blick-Interview, wie er «noch näher an die Schweizer Bevölkerung» mit seinen Läden kommen will.

Für Aussenstehende überrascht der Abgang. Letzten Donnerstag erst machte die Migros bekannt, dass der Chef ihrer Discounttochter Denner per sofort sein Amt niederlegt. Im Gegensatz zum Denner-Knall, ist bei Lidl Schweiz der Grund für den Abgang des CEOs ein anderer. Der Discounter spricht von einer «internen Beförderung».

Wechsel innerhalb des Lidl-Konzerns

Pennanen wechselt in eine «interne Rolle», sprich er wird im Spätsommer 2026 als Bereichvorstand die Verantwortung für mehrere Länder innerhalb von Lidl tragen und dafür die Schweiz wieder verlassen. Pennanen hat bislang über 17 Jahre seines Berufsleben beim Lidl-Konzern verbracht. «Zusammen mit meinem Team habe ich in der Schweiz Rekorde aufgestellt», lässt sich Pennanen in einer Mitteilung zitieren. Nun freue er sich auf seine neue Herausforderung.

Im Gegensatz zu Denner ist bei Lidl der Nachfolger schon fix. Michael Kunz (41), der aktuell noch CEO von Lidl in Österreich ist. «Michael ist auch ganz cool», sagt eine langjährige Kennerin der Discountbranche zu Blick. Der gebürtige Schweizer kehrt im Herbst 2026 in sein Heimatland zurück und übernimmt dann die Führung von Lidl Schweiz.

Kunz startete seine Karriere bei Lidl im Jahr 2011 als Regionalleiter von Lidl Schweiz. Die Verantwortung für den österreichischen Markt trug er seit dem Jahr 2024. «Nicholas übergibt mir ein sehr gut aufgestelltes Team, ein kerngesundes Unternehmen», zitiert ihn Lidl in einer Mitteilung. Er freue sich, in seine Heimat zurückkehren zu dürfen.

Lidl wächst zweistellig in der Schweiz

Kunz wird die Expansionoffensive weitertreiben, die Pennanen letzten Herbst angekündigt hat. Lidl will im 2026 bis zu 15 Filialen eröffnen. Insgesamt soll das Ladennetzwerk auf 300 Filialen bis in zehn Jahren anwachsen. So entstehen 2000 neue Jobs im Schweizer Detailhandel.

Im Gegensatz zu Denner brummt das Geschäft bei Lidl Schweiz. Letztere hat in über 60 Filialen einen Rekordumsatz erzielt im abgelaufenen Geschäftsjahr. Ohne bei den Zahlen ins Detail zu gehen bestätigt Lidl ein prozentual zweistelliges Wachstum im Schweizer Markt. In diesem Tempo soll es auch im laufenden Jahr weitergehen.

Was sagst du dazu?
Alte Kommentare, neues System.
Da wir unser Kommentartool gewechselt haben, kannst du unter diesem Artikel nichts mehr posten. Bei allen neuen Storys kannst du aber wie gewohnt mitdiskutieren.
Meistgelesen