Lost Place in Nidwalden
Dieses Geisterhotel am Vierwaldstättersee ist bald Geschichte

Das einstige Hotel Fürigen hoch über dem Vierwaldstättersee steht seit 16 Jahren leer. Eine Zuger Immobilienfirma hat mit dem Lost Place Grosses vor.
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Die wunderbare Aussicht vom ehemaligen Hotel Fürigen auf den Vierwaldstättersee.
Foto: Screenshot

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Das ehemalige Hotel Fürigen im Kanton Nidwalden ist seit 16 Jahren verlassen
  • Es soll zu einem grossen Wohngebiet umgebaut werden
  • Geplant sind 60 bis 90 Wohnungen, ein Panoramarestaurant und öffentliche Grünflächen
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Nathalie BennRedaktorin Wirtschaft

200 Meter über dem Vierwaldstättersee, am Hang des Bürgenstocks im Kanton Nidwalden, thront das ehemalige Hotel Fürigen. Die verlassene Anlage ist ein Überbleibsel der berühmten Belle Époque – jener Zeit um 1900, als die Zentralschweiz zu den exklusivsten Reisezielen Europas zählte und entlang der Innerschweizer Seen zahlreiche Hotels entstanden. Das 1910 eröffnete Hotel war einst ein nobles Kurhaus. Die atemberaubende Aussicht, eine Badeanlage in der Harissenbucht und die spätere direkte Erschliessung durch eine Seilbahn zogen vermögende Gäste aus aller Welt an. 

Heute ist sein Glanz verblasst. Die Anlage steht seit 16 Jahren leer. Sie ist zu einem Lost Place verkommen. Doch schon bald soll dem Areal über Stansstad NW neues Leben eingehaucht werden. 

Wohnungen, Parks und ein Restaurant

Ein Bauprojekt der Tellco Immobilien AG mit Sitz in Baar ZG will das Areal zu einem Wohngebiet umgestalten. Der Umwandlung der Kurzone in eine Sondernutzungszone stimmten die Bewohner von Stansstad bereits im Jahr 2016 zu. Geplant ist der Neubau von 60 bis 90 Wohnungen, einem kleinen Panoramarestaurant mit «ruhiger Gastronomie», Grünflächen und einem öffentlichen Platz. Ausserdem sollen die Bergstation der Standseilbahn und ein historisches Bauernhaus erhalten bleiben. 

Letzteres soll als Zeitzeugnis dienen. Denn vor der offiziellen Eröffnung des Hotels Fürigen bewohnte gemäss dem «Kulturblatt» eine verwitwete Frau mit ihren Kindern den baufälligen Bauernhof. Aus der finanziellen Not heraus wandelte sie das Haus in Ferienzimmer um. Der Andrang war gross, der Grundstein für das spätere Kurhotel gelegt. Die übrigen bestehenden Gebäude auf dem Areal sind als Abbruchprojekte deklariert und werden abgerissen. 

Auf Anfrage von Zentralplus erklärt ein Sprecher der Tellco Immobilien, dass die Firma derzeit nur noch auf grünes Licht vom Regierungsrat warte. Sobald dieser den Bebauungsplan genehmige, gehe es mit den Planungsarbeiten weiter. Läuft alles rund, werde die Planung 2027 abgeschlossen. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich drei Jahre und soll «in möglichst knapper Zeit» durchgeführt werden. Ob es den Verantwortlichen gelingt, die Magie der Belle Époque zu erhalten?

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